18.10.15

Infostand am Kirchweihsonntag

Am verkaufsoffenen Sonntag waren wir wie gewohnt in Wilferdingen mit einem Infostand vertreten. Dieses Mal bedingt durch die B10-Baustelle auf der anderen Seite der Straße gegenüber der Sparkasse. Der ausgebliebene Autoverkehr und die damit eingekehrte Ruhe verdeutlichte einem wieder einmal, wie heutzutage der Lärm unser Umfeld bestimmt. Die Anwohner im Einzugsbereich der Autobahn z.B. können ja ein Lied davon singen. So konnten wir in aller Ruhe Gespräche mit den dennoch zahlreich vorbeikommenden Passanten führen. Rathaus, Flächenverbrauch, Flüchtlingsunterbringung, Hochwasserschutz, Radverkehrssicherheit etc, bewegten nicht nur die Remchinger Besucher, sondern auch Auswärtige.

Am Nachmittag schaute unsere Kandidatin für die kommende Landtagswahl Stefanie Seemann vorbei. Die rund 25 Kilometer von Mühlacker legte sie mit dem Rad zurück.


 Stefanie Seemann (ganz rechts)an unserem Infostand. Davor die von uns kostenlos verteilten Äpfel aus dem Garten von Dieter Braun. Sybille Hildner (gelbe Jacke) half dabei.

Sie informierte sich über die Remchinger Belange, Sorgen und Hoffnungen der Remchinger und fuhr mit reichen Eindrücken aus dem westlichen Enzkreis wieder nach Hause.

Thomas Walther

25.09.15

Wahl der Landtagskandidaten für den Enzkreis

Bei der Nominierung der Kandidaten von Bündnis 90/Die Grünen für die kommende Landtagswahl am 13.03.2016 bewarb sich mit Manfred Holzinger zum ersten Mal auch ein Mitglied unseres Ortsverbandes. Manfred Holzinger warf für unseren Wahlkreis 44 seinen Hut in den Ring und rückte als stellvertretender Kreisvorsitzender der IG-Bau Karlsruhe naturgemäß die Arbeitsbedingungen und Arbeitsmarktpolitik in den Vordergrund. Als weitere Bewerberin stand Stefanie Seeman aus Mühlacker zur Wahl. In ihren Reden stellten sich die beiden ausführlich persönlich vor und warben dann sehr engagiert für ihre Wahl mit Themen wie der öffentliche Personennahverkehr, die anstehende Reform zur Erweiterung der Bürger- und Gemeinderatsrechte und natürlich der Umweltpolitik. Das Flüchtlingsthema liegt beiden Kandidaten am Herzen, wie die aktive Beteiligung Manfred Holzingers im Netzwerk Asyl bei uns in Remchingen auch zeigt.

Manfred Holzinger

Bei der anschließenden Wahl wurde es dann spannend. Im ersten Wahlgang konnten beide die gleiche Stimmenanzahl auf sich vereinen. Vor dem dadurch notwendig gewordenen zweiten Wahlgang sollten beide mit einer Stellungnahme zur Schulpolitik, der Polizeireform und einer künftigen möglichen Koalition, wobei beide klar die SPD als Wunschpartner bezeichneten, die anwesenden Mitglieder auf ihre Seite zu ziehen. Am Ende gelang es Stefanie ganz knapp, eine Stimme mehr zu bekommen als zuvor und als unsere Landtagskandidatin gewählt zu werden. Dazu unser herzlicher Glückwunsch.

Trotzdem möchten wir auch Manfred für seine beherzte Teilnahme danken, zumal er danach als Ersatzkandidat keine Probleme hatte gewählt zu werden.

Wir wünschen beiden viel Erfolg, Ausdauer und die nötige Kraft für das Ziel, die Regierungskoalition fortsetzen zu können. Am liebsten natürlich mit einer Grünen Abgeordneten aus dem Enzkreis.

Thomas Walther

10.09.15

Schwarzwaldwanderung mit Ferienkindern

Im Rahmen der Remchinger Ferienspiele wanderten wir in der letzten Ferienwoche mit 10 Kindern und 3 Betreuer durch den Schwarzwald. Wir fuhren mit dem Zug nach Unterreichenbach. Nach Verlassen des Dorfes sind wir in Rekordzeit zum Aussichtsturm Hohe Warte den Berg hochgestürmt. Immerhin 7 Kinder trauten sich dann über die Gitterroststufen auf den 40 m hohen Turm. Die Aussicht war überwältigend. Über Schellbronn liefen wir anschließend zur oberen Monbachtalbrücke. Ab hier waren die meisten dann im Bachbett unterwegs. Einen Kilometer später erreichten wir die Grillhütte. Das Feuer hatte bereits eine andere Wandergruppe entfacht. Mit unserem selbst gesammelten Holz grillten wir unsere mitgebrachten Würstchen. Die Stöcke hierzu haben wir selbst geschnitzt. Über Baum und Stein erforschten wir die letzten 3 km des Monbachtales. Als Abschluss musste das mitgebrachte Taschengeld gegen Eis getauscht werden. Bei der Haltestelle Monbach stiegen wir blasenfrei nach 13 km wieder in den Zug in Richtung Heimat. Es war ein schöner Tag.

Dieter Braun

27.07.15

Grüne zeigen Flagge

Auch Mitglieder unseres Ortsverbands zeigten am vergangenen Sonntag abend Flagge und nahmen an der Solidaritätskundgebung für Flüchtlinge in Remchingen teil. Auf Grund der Information aus einer vergangenen Gemeinderatssitzung, dass es ca. 200 leerstehende Wohnungen in Remchingen gibt und trotz des Wegfalls der nun abgebrannten geplanten Wohnstätte, haben wir plakativ unsere Meinung gezeigt, dass Remchingen noch genug Platz für Flüchtlinge hat.

20.07.15

Brand des geplanten Flüchtlingsheims

Der Ortsverband Remchingen verurteilt die Brandstiftung der künftigen Flüchtlingsunterkunft in den Meilwiesen in Singen aufs Schärfste. Wir schämen uns, dass ein solches Verhalten in unserer Gemeinde stattgefunden hat. Aber wir sind fest davon überzeugt, dass Remchingen und seine Bürger eine weltoffene, menschenfreundliche und hilfsbereite Gemeinde ist. Wir wünschen der Polizei bei der Tätersuche viel Erfolg und bitten alle Bürger, diese dabei tatkräftig zu unterstützen.
Es gibt viele Gründe, warum die Flüchtlinge bei uns stranden. Die meisten kommen wegen Not, Hunger, Krieg und Verfolgung in ihrer Heimat. Deutschland sollte ein Land sein, das den Flüchtlingen beim Neuanfang hilft. So ermöglichen wir ihnen auf eigenen Beinen zu stehen und ihren Beitrag zu unserer Gemeinschaft zu leisten. Bei einer Rückkehr in ihre Heimat werden diese Erfahrungen, die Beziehungen zwischen Deutschland und ihren Ländern prägen.
Deshalb bitten wir alle Bürger Remchingens, unsere Gemeindeverwaltung bei der Wohnraumsuche für Flüchtlinge zu unterstützen, um den Wegfall der abgebrannten Unterkunft zu kompensieren. Bei der letzten Gemeinderatsitzung wurde die Zahl von 200 leerstehenden Wohnungen und Wohnhäuser in Remchingen genannt. Dies lässt uns hoffen, das Konzept der dezentralen Unterbringung weiter verfolgen zu können, denn wir heißen die Menschen, die aus unvorstellbarem Leid und unter unvorstellbaren Strapazen zu uns geflohen sind, willkommen in unserer Mitte!

Für den Ortsverband Bündnis 90 / Die Grünen
Dieter Braun, Till Siegenthaler, Klaus Fingerhut

18.07.15

Zum Brand der geplanten Flüchtlingsunterkunft in Remchingen

In der Nacht vom 17. auf den 18. Juli brannte die geplante Flüchtlingsunterkunft in den Remchinger Meilwiesen. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen wird von einem Brandanschlag ausgegangen. Ist die hässliche Seite Deutschlands mitten in unserer Nachbarschaft angekommen?
Lange Zeit waren solche Anschläge ein Problem in anderen Teilen Deutschlands. In Remchingen war und bleibt die Stimmung in der Bevölkerung tolerant und durch eine große Hilfsbereitschaft für Flüchtlinge geprägt.
Wir hoffen, dass diese Grundüberzeugung in der Bevölkerung weiter besteht und sich angesichts des Verlustes einer wichtigen Unterbnringungsmöglichkeit noch verstärkt. Diese Unterkunft war ein Baustein des dezentralen Unterbringungskonzepts der Gemeinde. Hieran möchten wir festhalten. Die dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen und Asylbewerbern ist ein wichtiger Beitrag zu deren Integration, aber auch zur Akzeptanz in der Bevölkerung. Wir müssen wachsam sein, damit uns Straftäter - vielleicht aus der rechten Ecke Deutschlands - diesen Ansatz nicht kaputt machen.
Wir heißen die Menschen, die aus unvorstellbarem Leid und unter unvorstellbaren Strapazen zu uns geflohen sind, willkommen in unserer Mitte!

24.06.15

Umweltminister Untersteller zu Besuch in Remchingen

v.l.n.r.: Bürgermeister Prayon, GR Dieter Walch (beide CDU), GR Theo Müller (FWV), Franz Untersteller, GR Till Siegenthaler (beide Bündnis 90/Die Grünen)

Nicht mehr viel Platz war auf der Brücke in der Markstraße in Singen am Mittwoch letzter Woche, als der Baden-Württembergische Umweltminister Franz Untersteller (Bündnis 90/Die Grünen) in Remchingen eintraf. Auf Einladung unseres Ortsverbands machte er sich ein Bild über die Hochwasser-Problematik. Unser Grüner Landtagsabgeordneter Alexander Salomon, Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon, der Umweltamtsleiter des Enzkreises Frey, Sprecher bzw. Vorsitzender der Gemeinderatsfraktionen von CDU und Freien Wählern Dieter Walch und Theo Müller, der SPD-Kreisverbandsvorsitzende Nils Nonnenmacher und natürlich unsere Gemeinderäte Till Siegenthaler und Klaus Fingerhut, sowie weitere Mitglieder des Gemeinderats, unseres Ortsverbands, der Gemeindeverwaltung und MandatsträgerInnen von Nachbargemeinden bildeten den Troß, der den Verkehr über die Brücke zu einem vorsichtigen Vorbeifahren veranlasste.


Zuvor war der Minister auf Vermittlung unseres Mitglieds Sybille Hildner-Lippolt zu Gast bei der Firma OBE in Ispringen. Dort gab es höchst interessante Einblicke zu einem europäischen Forschungsprojekt unter der Federführung von OBE zum Recycling von "seltenen Erden".

Zum Hochwasserschutz sagte der Minister, dass es heutzutage nicht mehr angehe, in ein Gebiet zu bauen, dass von einem hundertjährlichen Hochwasser bedroht sei. Das entsprechende Bundesgesetz sei in der Vergangenheit oft ignoriert worden, mit der Grün-Roten Landesregierung habe sich das geändert. Im Grunde könne es nur die Lösung geben, dem Fluß wieder mehr Raum zur Ausbreitung zu geben. Er sieht aber auch den Konflikt, den der Bürgermeister ansprach, wenn der innerörtlichen Entwicklung eigentlich nur noch solche Flächen zur Verfügung stünden, oder Grundstückseigentümer nicht von einer Bebauung überzeugt werden konnten.
Mit Hinweis auf die extremer werdenden Niederschläge und den zunehmenden Flächenverbrauch war man sich einig, dass sich die Hochwassergefährdung der Tallagen weiter verschärfen werde. Hier ist der Ausbau von Hochwasserrückhaltebecken, wie er oberhalb von Nöttingen angegangen wird, eine wichtige Gegenmaßnahme.

Abends fand dann die öffentliche Hauptveranstaltung im nöttinger Löwensaal im Rahmen der Reihe „Grün regiert“ des Landesverbands der Grünen statt. Nach Grußworten des Kreisvorsitzenden Dirk Barmeyer und von Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon, der sich ungewohnt grün umrahmt gesehen hat, führte Wolfgang Kaiser vom Landesvorstand in die Veranstaltung ein. Minister Untersteller ging in seiner Rede auf die Projekte seines Ministeriums ein, wies vor allem aber auf die Verantwortung der Politik gegenüber der Gesellschaft von heute und der Zukunft hin. Dafür kann der Weg nur über erneuerbare Energien gehen, deren Verteilung von allen getragen werden muss. Eine Ablehnung von Stromtrassen zu Lasten der Nachbarländer, wie sie Bayern zur Zeit äußert, hat mit eben dieser Verantwortung nichts zu tun. Im Bundesrat wird zugestimmt und daheim in Bayern das Gegenteil vertreten. Dies darf keinen Erfolg haben, nicht nur um das Gelingen der Energiewende zu sichern, sondern auch um der Verantwortung der Politik gerecht zu werden.



Die anschließende Diskussion mit Bürgerinnen und Bürgern wurde von Statements der Windkraftgegner aus Straubenhardt geprägt. Wolfgang Kaiser hatte etwas Mühe, andere Anwesende zu Wort kommen zu lassen und Remchingen erfuhr, dass es um die eigene Diskussionskultur vergleichsweise gut steht. Zur Sache berichtete der Minister, dass der angestrebte Windkraftausbau nur 1,5% der Kulturlandschaften betreffe. „In Rheinland-Pfalz ist der Anteil deutlich höher und der Pfälzer Wald steht immer noch“, so der Minister. Zur Gefährdung durch Infraschall zitierte er die ersten Ergebnisse einer Studie der LUBW aus Karlsruhe, die ab einem Abstand von 700 m keinen Infraschall der Anlagen nachweisen konnte, demnach sei ein solcher Abstand zur Wohnbebauung ausreichend.
Auf die Frage wie der Flächenverbrauch sich entwickelt, sagte der Minister, dass der jährliche Anstieg bereits etwas reduziert werden konnte und es Förderungen für die Innenentwicklung gibt.
Frau Zachmann von der BI „Ruhe jetzt“ brachte den passiven Lärmschutz an Gebäuden ins Gespräch. Deren Zwangsentlüftung führe zu Wärme- und Energieverlusten.

Um kurz nach 21 Uhr endete der offizielle Teil, viele Gespräche wurden aber noch eine Stunde lang an der Löwensaal-Theke fortgesetzt. Für die gelungene Veranstaltung bedanken wir uns bei den zahlreichen TeilnehmerInnen aus Remchingen und Umgebung, der Kulturhalle um Herrn Haag für die technische Organisation und unseren eigenen Helfern für Aufbau und Getränkeverkauf sehr herzlich.

Für den Ortsverband Bündnis 90 / Die Grünen
Thomas Walther, Klaus Fingerhut

28.04.15

Mitgliederversammlung wählt neue Vorstandschaft

Am 28.04. fand unsere diesjährige Mitgliederversammlung im Restaurant Rössle in Wilferdingen statt, bei der u.a. die Wahl des Vorstandes auf der Tagesordnung stand. Zunächst jedoch gab der amtierende Vorstand in Person von Till Siegenthaler und Klaus Fingerhut einen Rückblick auf das vergangene Jahr, das von der neuen Aufgabe als Gemeinderatsfraktion geprägt war. Doch auch über die Aktivitäten im Ortsverband, von der Bachbettwanderung im Rahmen des Ferienprogramms über die Unterschriftensammlung gegen TTIP bis zum Baumschnittkurs beim OGV Wilfderdingen gab es einiges zu berichten.
Danach gaben Thomas Walther und Manfred Holzinger einen Einblick in die Pressearbeit und den Internetauftritt. Hierbei wurde die Wichtigkeit unserer Facebook-Seite betont, da damit durchaus ein größerer Kreis von interessierten Personen erreicht werden kann. Selbst Prominente wie Katrin Göring-Eckardt verfolgen unsere Beiträge.
Im Anschluß an den Bericht von Kassenwartin Cornelia Schröder und Rechnungsprüferin Silke Secka, die nichts zu beanstanden hatte, wurde der alte Vorstand dann einstimmig entlastet.
Weil die im Jahr 2013 auf 2 Jahre verlängerte Wahlperiode dieses Jahr abgelaufen war, stand die Neuwahl des Vorstands noch auf dem Programm. Erfreulicherweise stellten sich die bisherigen Vorstandsmitglieder Till Siegenthaler, Klaus Fingerhut, Cornelia Schröder und Thomas Walther erneut zur Wahl. Dies wurde von der Versammlung einstimmig zugelassen. Neu beworben hat sich Manfred Holzinger, der von den anwesenden Frauen, die das Vorrecht für die Bewerbung gehabt hätten, ohne Gegenstimme als Kandidat akzeptiert wurde. Alle Bewerber bekamen dann bei der Wahl alle Stimmen, bis auf 2 Enthaltungen. Da bis zu 5 Mitglieder im Vorstand möglich sind, waren damit alle Kandidierende als Vorstandsmitglieder gewählt. Komplettiert wurde der Wahlvorgang durch die Wahl von Silke Secka und Dieter Braun als Rechnungsprüfende.

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Der neue Vorstand von l.n.r.: Thomas Walther, Conni Schröder, Manfred Holzinger, Till Siegenthaler und Klaus Fingerhut


Mit einem Ausblick auf die restliche Jahresplanung für 2015 endete dann die Versammlung. Dabei wurde mit den als Gäste anwesenden Kreisvorstände Katrin Lechler und Dirk Barmeyer ein gemeinsames Sommerfest vereinbart, das im Juli stattfinden soll. Ausserdem wird am 24. Juni die Veranstaltungsreihe „Grün regiert“ mit Umweltminister Franz Untersteller bei uns in Remchingen Halt machen, wofür wir zusammen mit dem KV die Organisation übernehmen.

14.03.15

Baumschnittkurs mit dem OGV Wilferdingen

Am 14.03. fand ein Baumschnittkurs statt, der von Bernd Hofsäß vom OGV Wilferdingen extra für uns durchgeführt wurde. Am Beispiel eines jüngeren Apfelbaums erläuterte Herr Hofsäß die Historie des Baumschnitts für Obstbäume und die heutige Vorgehensweise. Interessant für uns Grüne war dabei, dass der Vater des heutigen Tübinger Oberbürgermeisters Boris Palmer von den Grünen, der ehemalige „Remstal-Rebell“ Helmut Palmer, das heute angewendete Prinzip der Pyramidenkrone oder Oeschbergkrone in unserer Region eingeführt hat.
Am Beispiel von frisch gepflanzten Obstbäumen konnte der sogenannte Erziehungschnitt verdeutlicht werden, der den Aufbau eines stabilen Traggerüstes und die spätere erleichterte Pflege- und Erntearbeit zum Ziel hat.
Zum Schluß wurde noch ein alter Obstbaum zur Demonstration eines Verjüngungsschnitts bearbeitet, bei dem Herr Hofsäß mit Motorsäge und Tiroler Leiter zu Werke ging.


Wir bedanken uns bei Herrn Hofsäß und dem OGV Wilferdingen für diesen informativen Nachmittag und kommen gerne auf sein Angebot zurück, uns bei weiteren Fragen an ihn zu wenden. Der OGV empfiehlt auch allen Interessierten die Lektüre der Broschüre „Obstbaumschnitt-Gesamt“, die auch auf der Homepage des Landratsamts zu finden ist.

19.10.14

Infostand am Kirchweihsonntag

Bei strahlendem Sonnenschein waren wir mit einem Infostand beim verkaufsoffenen Sonntag des BDS Remchingen vertreten. Zu den schon traditionell kostenlos verteilten Äpfeln konnten wir dieses Jahr auch selbst gekelterten Apfelmost von Thomas König anbieten, der gerne genommen wurde. Dabei kamen interessante Gespräche u.a. über den A8 Lärmschutz und das Transatlantische Handelsabkommen TTIP zustande. Zum Lärmschutz an der A8 konnten die RemchingerInnen in einer Karte von der Umgebung der Autobahn ihren subjektiven Eindruck von der Veränderung des Lärms eintragen. Es zeigte sich, dass der Lärm überwiegend stärker empfunden wurde und zwar nicht nur auf Wilferdinger Seite, sondern auch in Nöttingen bzw. Darmsbach.
Das Thema TTIP war wie schon bei unserer Unterschriftenaktion eine Woche zuvor, bei vielen BürgerInnen unbekannt. Daher konnten wir einiges Informationsmaterial verteilen und so manche Unterschrift sammeln. Wir werden diese jetzt der Europäischen Bürgerinitiative zukommen lassen und das Thema weiterhin verfolgen.

Reichlich Betrieb herrschte an unserem Infostand bei besten Wetterbedingungen.

11.10.14

Unterschriftenaktion für europäische TTIP-Bürgerinitiative

Die europäische Bürgerinitiative richtet sich gegen die Geheimverhandlungen von EU und USA (TTIP-Abkommen) und das bereits ausgehandelte, aber noch nicht abgeschlossene EU-Abkommen mit Kanada (CETA). Beide drohen den Handlungsspielraum unserer Kommunen und Länder massiv einzuschränken. Bereits privatisierte Einrichtungen könnte die öffentliche Hand kaum mehr zurückholen, noch nicht Privatisiertem droht ein Vergabezwang - auch wenn die Kommune die Einrichtung in Eigenregie betreiben möchte. Die Abkommen erfassen fast alle Lebensbereiche, selbst Hochschulen und die Wissenschaftsfreiheit können betroffen sein. Über private Schiedsgerichte wird dem Investitionsschutz Vorrang vor der Entscheidungsfreiheit der demokratischen Körperschaften eingeräumt. Standards, die wir im Umweltschutz, beim Arbeitsschutz, der Mitbestimmung oder zum Mindestlohn eingeführt haben, drohen in internationalen Schiedsverfahren ausgehebelt zu werden. Dort vertritt die Bundesregierung die betroffenen Kommunen und Länder - ihre Interessen werden sich nicht immer decken. Eine Überprüfung durch unsere nationalen Gerichte ist nicht vorgesehen.
Die in TTIP und CETA vorgesehenen „Spielregeln“ vertragen sich nicht mit unserer Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.

10.09.14

Bachbettwanderung im Murgtal bei Forbach

Im Rahmen der Remchinger Ferienspiele sind wir am 10.09. mit 25 Kindern und 8 Betreuern vom Bahnhof Remchingen aus mit der Stadtbahn nach Forbach aufgebrochen. Unterwegs kamen noch 8 Kinder und 4 Betreuer aus Keltern dazu, so dass eine ziemlich große Gruppe zusammen kam, die aber keine Probleme mit dem Platzangebot in der S-Bahn hatte.

Von Karlsruhe aus ging es dann der Murg entlang bis nach Forbach, deren Streckenverlauf am Ende immer malerischer wurde mit ihren Tunneln und Brücken. Ab Bahnhof Forbach folgte dann eine 40 minütige Wanderung, die aber alle Kinder mit Bravour meisterten. Endlich ging es dann in die Murg und damit auch ins Wasser hinein. Ein paar der Kinder und auch der Betreuer hatten sich wohl vorgenommen trockenen Fußes durchzukommen, was aber nach kurzer Zeit aufgegeben werden musste. Es vereinfachte das Vorwärtskommen deutlich, wenn man direkt durchs Wasser ging.

Nach der ersten großen Biegung standen wir vor einer wunderschönen Stelle mit tiefem Becken und steiler Felswand, fast wie in einem Karl-May Film. Die Kinder waren gleich mutig und sprangen ins Wasser, um zur anderen Seite zu schwimmen. Ein Seil, an einem hohen Ast befestigt, bot dort die Möglichkeit für einen Lianen-Sprung.

Weiter flussaufwärts kamen wir dann etwas oberhalb der Einstiegsstelle zum Lagerfeuerplatz, wo das Feuer schnell entzündet war. Fleißige Hände hatten das Holz gesammelt und Stöcke für das mitgebrachte Grillgut geschnitzt. Zum Trocknen doch manch nasser Kleidung war es ebenfalls sehr gut geeignet.
Etwas schade war der dort vorgefundene Müll der Vorgänger. Wir haben die Stelle dann wohl sauberer verlassen, als wir sie vorgefunden hatten.

Nach der wohlverdienten Stärkung und ausgiebigen Pause machten wir uns dann auf den Rückweg. Es lief alles wie am Schnürchen. Kaum waren die letzten der Gruppe am Bahnhof in Forbach eingetroffen, fuhr die Bahn auch gleich weg. Dafür von uns wieder ein großes Lob für die disziplinierten Kinder.

Die Rückfahrt verlief dann auf Grund der sich einstellenden Müdigkeit zwar etwas ruhiger, aber keinesfalls langweilig. Mit etwas Verspätung in Wilferdingen eingetroffen, wurden die „geschafften“ Ferienkinder von ihren Eltern wieder in Empfang genommen.

Wir hoffen allen hat es ein wenig Spaß gemacht, sich in der freien Natur zu bewegen. Uns jedenfalls war es eine Freude! Vielen Dank auch an die beiden Betreuer seitens der Gemeinde: Caroline Haas und Benjamin Mack.

25.05.14

Großartiges Kommunalwahlergebnis für die Remchinger Grünen

Mit Klaus Fingerhut aus Singen und Till Siegenthaler aus Wilferdingen haben Sie 2 unserer Ortsverbandsmitglieder in den Gemeinderat gewählt.
Der Ortsverband und unsere beiden gewählten Mitglieder nehmen das darin zum Ausdruck gekommene Vertrauen gerne an. Wir nehmen Ihren Auftrag als Bestätigung unserer Sacharbeit sehr ernst und werden unsere politische Linie in Remchingen verantwortungsvoll fortführen. Der konstruktiven Zusammenarbeit im Gemeinderat und mit der Gemeindeverwaltung blicken wir zuversichtlich entgegen.
Hier bitte Bild „Gruppenbild_Grüne.jpg“ einfügen.
Wir werden unsere "GRÜNEN" remchinger Anliegen anschieben, die vorhandenen Ansätze ausbauen und das Bewährte fortführen. Wir wollen in die Gemeideratsarbeit weitere Schwerpunkte einbringen und den RemchIngerinnen die Entscheidungen dieses wichtigen Gremiums zugänglicher machen.
So möchten wir das Vertrauen unserer WählerInnen bestätigen, aber auch denen, die uns nicht gewählt haben, ein verlässlicher und kompetenter Partner sein.

Auch für Ihre Stimmen zur Kreistagswahl danken wir herzlich. Sie haben unseren kelterner Kandidaten Manfred Dengler gewählt und so der GRÜNEN Kreistagsfraktion ein zusätzliches Mandat gegeben. Für uns im westlichen Enzkreis ein sehr positives und wichtiges Ergebnis.

Außerdem danken wir im Namen von Maria Heubuch allen remchinger WählerInnen für ihr Mandat zum Europaparlament. Einige haben Maria Heubuch vor gut drei Wochen in Remchingen kennengelernt. Die gemeinsame Besichtigung des Hofes von Tobias Ade und die anschließende Diskussion mit örtlichen Landwirten und anderen TeilnehmerInnen waren sehr interessant und aufschlussreich. Wir danken hierfür nochmals Herrn Ade und allen anderen. Mit unserer Kommunalpolitik möchten wir daran anknüpfen.

16.05.14

Radtour mit Matthias Gastel MdB durch Remchingen

Nachdem die Gemeinde Remchingen die ersten Planungen ihres Radwegekonzepts vorgestellt hatte, schwangen wir uns mit dem Bundestagsabgeordneten Matthias Gastel in den Sattel und präsentierten anschließend konkrete Ideen, um vor allem Sicherheitslücken im Radwegenetz der Ortsteile zu schließen.
„In den vergangenen 35 Jahren hat sich an den Remchinger Radwegen nicht viel getan, die Schlaglöcher sind teilweise noch die gleichen“, stellte Moderator Thomas Walther fest, als er mit Till Siegenthaler im Gasthaus „Rössle“ die Ergebnisse von Bürgerbefragungen und den Vorortbesichtigungen präsentierte. Positiv hervorzuheben sei jedoch die Anbindung des Sperlingshofes und die „Röhre“, die hoffentlich auch zukünftig die Ortsteile Nöttingen und Darmsbach verbinde.
Zu schmal ist aber der einseitige Rad- und Fußweg am Nöttinger Ortseingang und unübersichtlich die Kreuzung vor der dortigen Grundschule. Gefährliche Begegnungen gibt es auch im Zuge des vielen Verkehrs an der Durchfahrtsstraße, zahlreicher parkender Autos und fehlender Querungshilfen. Für die Darmsbacher wäre eine Anbindung zum Niemandsberg wünschenswert.
Querungsprobleme in Wilferdingen gibt es vor allem vom Eichwaldweg über die B10 in die Kirchstraße, wo außerorts Tempo 70 erlaubt ist. Die Gemeinde hatte schon versucht, das Ortsschild vorzuverlegen und damit Tempo 50 einzuführen, was auf der Bundesstraße ohne direkte umliegende Bebauung jedoch nicht möglich war. Besonders für den regen Schülerverkehr gefährlich sind zwischen Wilferdingen und Singen die unübersichtliche, vom Belag her in die Jahre gekommene Unterführung an der Kulturhalle und der schmale Weg über die Brücke an der Kreisstraße entlang: „Auf der anderen Seite gibt es eine eigentlich überflüssige Sperrzone, sodass man den Weg verbreitern könnte“, erläuterte Till Siegenthaler, der auch die Überquerung der abknickenden Vorfahrtsstraße in die Dajasstraße Richtung Gymnasium für unzumutbar hält.
Von Beispielkampagnen wie einem vom Umweltreferat, Hoch- und Tiefbauamt und dem Bauhof getragenen verkehrspolitischem „Rad-Haus“, einem Scherbentelefon und Schülerlotsen berichtete Matthias Gastel aus seiner Heimat Filderstadt. Der Anteil des Radverkehrs betrage in Deutschland gestärkt durch die Elektrorad-Welle bereits 15 Prozent, in der Stadt Pforzheim nur ein Prozent, so der bahnpolitische Sprecher der grünen Bundestagsfraktion. Immer mehr gewünscht sei die Fahrradmitnahme in Bus und Bahn sowie sichere Fahrradboxen an Bahnhöfen, die es in Remchingen laut Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon im Zuge der Bahnhofsumgestaltung auch bald geben wird. „Wenn die Leute dann auch noch sehen, dass der Bürgermeister selbst mit dem Fahrrad unterwegs ist, wissen sie, dass Fahrradfahren in ist“, lobt Gastel seine vorbildliche Fortbewegung an diesem Abend.


NACH EINER RADTOUR mit dem Grünen-Bundestagsabgeordneten Matthias Gastel (Zweiter von rechts) haben Thomas Walther (von rechts), Till Siegenthaler, Dieter Braun, Sybille Hildner-Lippold, Klaus Fingerhut und Manfred Holzinger ihre Vorschläge zum Remchinger Radwegkonzept präsentiert. Foto: Zachmann

11.05.14

Grünen-Europakandidatin macht sich für bäuerliche Landwirtschaft stark

Remchingen-Singen (zac). Wahlkampf im Hühnerstall veranstaltete Maria Heubuch am Sonntag in Singen. Die 55-Jährige aus Leutkirch im Allgäu kandidiert auf dem bundesweit elften Listenplatz für das Bündnis 90/Die Grünen zur Europawahl und stellte sich auf Einladung des Grünen-Ortsverbandes Remchingen auf dem Bauernhof von Tobias Ade in Singen fast vierzig interessierten Besuchern vor.


4500 Hennen in Bodenhaltung legen auf dem Aussiedlerstall Ade im Hegenach. Nur auf den ersten Blick ist das eine hohe Zahl: „Ohne Direktverkauf im Ort und regionale Vermarktung der Eier könnte ich mit den wirklich Großen überhaupt nicht mithalten“, erläutert der 45-jährige Landwirtschaftsmeister und entkräftet das allzu idyllische Bauernhof-Bild der breiten Bevölkerung. Maria Heubuch sei im Vorfeld gefragt worden, wie sie als Grünen-Politikerin auf einen konventionellen Betrieb mit „so vielen Tieren“ gehen könne. „Doch das hier ist alles andere als Massentierhaltung“, stellt sie fest und nennt Zahlen aus der deutschen Masthähnchen-Haltung, wo rund drei Viertel aller Hähnchen mit mehr als 50000 Artgenossen im Stall stünden. Genau da will die Europakandidatin politisch ansetzen: „Wir müssen möglichst viele landwirtschaftliche Betriebe und bunte Strukturen erhalten oder wieder aufbauen. Das ist wie bei Bienenwaben: je kleiner strukturiert, desto stabiler und besser.“
Die Einführung der Milchquote Mitte der Achtzigerjahre habe sie politisch aktiv gemacht. Schnell habe sie bemerkt, dass Agrarpolitik auf regionaler Ebene nicht funktioniere und ist seit 15 Jahren Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft (AbL). Neben der Strukturpolitik kämpft sie unter anderem gegen die billige Fleischerzeugung über den Selbstversorgungsgrad hinaus auf Kosten armer Länder, aus denen die EU ihrer Rechnung zufolge Futtermittel von Flächen anderthalb Mal so groß wie die deutsche Ackerfläche exportiere: „Damit haben wir die Kolonien zu uns geholt.“ Auch Handelsabkommen zwischen der EU und den USA steht sie kritisch gegenüber: „Die Parlamente hebeln sich selbst aus.“

Auf dem Betrieb von Tobias Ade wachsen neben Kartoffeln auch Mais, die Weizen-Roggen-Kreuzung Triticale und seit drei Jahren auch Soja, sodass er mittlerweile achtzig Prozent des Futters selbst und garantiert gentechnikfrei erzeugen kann. Dafür nimmt er beim Sojaanbau Ertragsverluste durch das hiesige Klima und starke Verunkrautung in Kauf, die letzten Endes nur durch Pflanzenschutzmittel zu bekämpfen seien. Trotz dieses Kompromisses bestärkte ihn Maria Heubuch, die vehement gegen die grüne Gentechnik in der EU kämpft: „Wenn selbst Sahara-Sand über die Alpen fliegt, wer kann garantieren, dass sich nicht auch gentechnisch veränderte Maispollen einkreuzen?“

24.04.14

Für Bürgerentscheid zum Rathausneubau

Zahlreiche öffentliche Beiträge sowie die Gründung einer BI gegen den Rathausneubau zeigen, dass es bei vielen Bürgern ein Informationsdefizit zu diesem Vorhaben der Gemeinde gibt. Aus unserer Sicht wurde über dieses Vorhaben zu spät und bisher nicht umfassend genug informiert. Auch wurde es versäumt den Bürgern ernsthaft Einblicke in den Entscheidungsfindungsprozess zu verschaffen und sie hierbei einzubinden oder ihre Zustimmung zu gewinnen. Aus zahlreichen Gesprächen mit den Bürgern haben wir vernommen, dass bei vielen der Eindruck vorherrscht, man versuche mit aller Kraft ein Prestigeprojekt zu verwirklichen. Hierzu würde der Bestand der Remchinger Rathäuser schlechter gemacht als er sei. Es würde versäumt, ergebnisoffen nach den bestmöglichen und kostengünstigsten Möglichkeiten zur Beseitigung des aktuellen Sanierungsbedarfs zu suchen. Viele Bürger beklagen, sie hätten die Workshops zur Gemeindeentwicklung und zum Rathausneubau als "Alibi"-Veranstaltungen empfunden, bei denen das Thema Rathausneubau selbst nicht ergebnisoffen diskutiert werden konnte.


Wir halten diese Situation für sehr bedauerlich - insbesondere, da wir diese Ansätze einer moderneren Kommunikation und Verwaltung grundsätzlich begrüßen. Allerdings wurde hier aus unserer Sicht bisher definitiv "zu kurz gesprungen". Es entstand auch für uns Grüne der Eindruck, man wolle möglichst schnell Fakten schaffen. Hierbei sind echte Transparenz und die Einbindung der Bürger zu kurz gekommen.


Deshalb unterstützen wir den Vorschlag eines Bürgerentscheides, um abschließend klären zu können, ob die Befürworter oder Gegner des Neubaus die Mehrheit der Bürger auf ihrer Seite haben. Außerdem wäre im Vorfeld des Entscheids die Möglichkeit gegeben, das gesamte Thema vorab noch einmal öffentlich und vollständig zu diskutieren, so dass sich jeder Bürger eine fundierte Meinung darüber bilden kann. Es wäre für ein solch großes Vorhaben für eine Gemeinde von entscheidendem Vorteil, die Bedenken der Bürger vor einer endgültigen Entscheidung zu berücksichtigen oder auszuräumen.

06.04.14

Infostand beim Frühlingsfest

Beim diesjährigen Frühlingsfest beteiligten wir uns zum ersten Mal mit unserem Infostand. Mit neuer Stellwand und bei strahlendem Sonnenschein konnten wir viele verschiedene Themen beleuchten und auch unsere Gemeinderatskandidaten mit Foto vorstellen. So gab es Pläne der einzelnen Ortsteile worauf die interessierten BürgerInnen die Stellen markieren konnten, wo sie Nachholbedarf im Radwegenetz sehen. Im Laufe des Tages sammelten sich immer mehr Markierungen und ließen die Pläne wie Streuselkuchen aussehen. Außerdem stellten wir die Frage nach der Sinnhaftigkeit eines Baugebiets im Überschwemmungsgebiet „Im Bruch“, über das im nächsten Gemeinderat beschlossen werden soll und untermauerten dies mit einer plakativen Fotomontage von untergehenden Lebensmittelmärkten. Ferner starteten wir eine Umfrage zum Rathausneubau, die wir in den nächsten Wochen fortführen werden. Die ersten Rückmeldungen zeigen durchgängig eine Ablehnung des Neubaus, zumindest an der jetzt vorgesehenden Stelle. Immer wieder gern genommen wurden unsere Wildblumen-Samen, deren Blüten vor allem den heimischen Wildbienen zu gute kommen sollen. Alles in allem war es für uns ein gelungener Tag mit interessanten Gesprächen und nach einem ganzen Tag an der B10 mit der Erkenntnis, wie wichtig ein funktionierender Lärmschutz für uns Remchinger ist.

Thomas Walther

26.03.14

Konsequenzen durch Transatlantisches Freihandelsabkommen (TTIP) auch für die Kommunen?

Am Mittwochabend, den 26. März waren Manfred Holzinger und Till Siegenthaler für den remchinger GRÜNEN Ortsverband in Pforzheim im Kulturhaus Osterfeld beim Vortrag und Gespräch mit Elke Schenk von der globalisierungskritischen Organisation "attac" zum Thema US-europäisches Freihandelsabkommen (TTIP).
Schnell wurde deutlich, welche Brisanz das Thema hat: Hier ist die Wachsamkeit der Bürger und der Politik gefordert, damit die Interessen und der Schutz der Bürger und Verbraucher nicht nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit den Interessen einiger Großkonzerne und ihrer Lobbies geopfert werden.
Mögliche Konsequenzen hat das Thema auch für Gemeinden und Kommunen, wie nicht nur der kürzlich gescheiterte Versuch, der Privatisierung der Trinkwasserversorgung Vorschub zu leisten, eindrucksvoll beweist. So könnte es für die Kommunen auch bei der Vergabe von größeren Vorhaben eine Ausschreibungspflicht nicht nur innerhalb Europas sondern sogar auch bis einschließlich in die USA geben. Schon die Ausschreibungsverpflichtungen innerhalb Europas bringen oft kaum handhabbare praktische Probleme, Kosten und Komplikationen mit sich. Eine gezielte Förderung regionaler Anbieter wird erschwert. Darüber hinaus droht eine Nivellierung auf die jeweils niedrigsten Standards innerhalb der beteiligten Länder. Wertwolle deutsche oder europäische Errungenschaften z.B. in Bezug auf Arbeitsrecht, Umweltschutzauflagen oder geltende nationale oder europäische Vorgaben drohen unterlaufen zu werden. Stattdessen drohen uns der viel zitierte Gen-Mais, Chlor-Hühnchen und einseitige Klagerechte für Großkonzerne wie Monsanto, die die Staaten und Regierungen lähmen und schwächen würden.
Hier sind wir Alle als mündige Bürger gefordert, wachsam zu sein und z.B. am 25.5. parallel zur Kommunalwahl auch zur Europawahl zu gehen. Fordern Sie schon vorab von Ihren / unseren Abgeordneten diesem Treiben Einhalt zu gebieten!

Till Siegenthaler

10.03.14

Rathaus-Workshop am 10. März in der Kulturhalle

Zum Neuen Rathaus und der neuen Ortsmitte wird befürchtet, dass der San Biagio Platz zugebaut wird und die Altenheimbewohner auf eine Wand schauen. Es gibt keinen "Park" mehr, der Erhalt des grünen Umfeldes ist vielen aber wichtig. Das Rathaus könne daher nahe an die Kulturhalle gebaut und Räume gemeinsam genutzt werden. Eine große Rolle spielten wegfallende Parkplätze und die Autos der 46 Rathausangestellten, was den Parkdruck erhöht. Es wurde vorgeschlagen, ein "offenes" Rathaus zu bauen, für die Beratung aber geschlossene Zimmer vorzusehen.

Zur Umnutzung der alten Rathäuser wurde darauf hingewiesen, dass die Kosten für den Umbau wie auch die Kosten der Nachnutzung zu den Gesamtkosten des Rathausneubaus gehören!
Zu den Altstandorten gab es rege Diskussionen. Insbesondere zum Singener Rathaus sprachen sich viele gegen einen Abriss aus, der den historischen Kern Singens zerstöre. Rathaus und Nachbargebäude werden als ein Gesamtkomplex gesehen, bei dem die bisherige Vereinsnutzung auch neu aufgeteilt werden könne. Als weitere Nutzungsmöglichkeit wurde u.a. genannt: Seniorencafe, Jugendtreff, Mehrgenerationenhaus, Ärztehaus, Ladenlokal für die Tafel, Rathausaußenstelle, Räume für private Feierlichkeiten der Bürger. Für das Wilferdinger Rathaus wurde eine Nutzung als Polizei, Rathausarchiv, Cafe oder teilweise gewerblich vorgeschlagen. Für das Nöttinger Rathaus möchten viele die jetzige Nutzung (Vermietung, Jugendcafe, Bücherei, Heimatmuseum, Verein) erhalten, es gab aber auch neue Vorschläge, z.B. ein Mehrgenerationenhaus.
Wir befürworten diese öffentlichen Diskussionen. Falls die Bürgerbeiträge mit einfließen, erreichen wir das beste Ergebnis.

Dieter Braun

23.02.14

Kundgebung gegen Rechts in Pforzheim

Wie auch in den vergangenen Jahren fand am Sonntag 23.2. wieder eine Gegenkundgebung des Bündnisses "Initiative gegen Rechts" in Pforzheim statt, die sich als Protestaktion gegen die gleichzeitig stattfindene Fackelmahnwache der neofaschistischen Parteil FHD "Freundeskreis Ein Herz für Deutschland" auf dem Wartberg versteht.
Die Kundgebung mit dem Motto "Fackeln aus – Pforzheim nazifrei" begann um 15.30 Uhr auf dem Pforzheimer Marktplatz mit einigen Ansprachen, die eindringlich daran erinnerten, daß das Nazi-Regime den 2. Weltkrieg anzettelte und damit die Maschinerie der Gewalt in Gang setzte, die letztendlich auch die Bombardierung Pforzheims am 23.2.1945 mit ihren über 17.000 Opfern zur Folge hatte "Faschismus ist keine Meinung, Faschismus ist ein Verbrechen".
Menschen allen Alters, gleich welcher Gesinnung, Kultur und Religion, waren dem Aufruf, hier ein Zeichen gegen Rechts zu setzen, gefolgt. Wir vom Grünen Ortsverband Remchingen waren auch vertreten und freuen uns, daß wir hier Flagge zeigen konnten.
Danach setzte sich der Demonstrationszug am Bahnhof vorbei über die Nordstadtbrücke mit dem Ziel Hauptgüterbahnhof in Bewegung, von wo am 22.10.1940 rund 200 Menschen jüdischen Glaubens aus Baden ins französiche Lager Gurs verschickt worden waren.
Am Zielpunkt angekommen, gab es weitere Reden sowie einen Bericht von einem Journalisten, der Prozessberichterstatter beim NSU-Prozess ist. Abschließend sprach die evangelische Dekanin Frau Christiane Quincke aus Pforzheim. In ihrer sehr engagierten Rede berichtete sie in Anlehnung an Martin Luther King von ihrem Traum, daß nächstes Jahr viele Tausende Menschen aller Couleur gegen diese unerwünschten Rechtsextremen in Pforzheim auf die Straße gehen mögen, um diesen Alptraum nicht länger andauern zu lassen. Sie sehe es als ihre Pflicht als Christin an, andere nicht wegen angeborener Andersartigkeit zu verurteilen und Menschen, die dies tun, in die Schranken zu weisen "Christen müssen Mauern zwischen den Menschen abreißen, nicht welche aufstellen".

Sybille Hildner-Lippolt

13.02.14

Sanierung oder Neubau - Gutes Rathaus ist teuer!

In Sachen Remchinger Rathaus wurde in den letzten Wochen so einiges kommuniziert und publiziert. Wir vom grünen Ortsverband sind allerdings der einhelligen Meinung, daß zu diesem Thema noch viele Fragen offen sind. Daher möchten wir uns zu einigen Punkten äußern.

Vorab sei klargestellt: Auch wir befürworten zeitgemäße, zweckmäßige, aktuellen Standards entsprechende Räumlichkeiten für die Gemeindeverwaltung.

Durch einen Rathaus-Neubau würden allerdings erhebliche finanzielle Ressourcen der Gemeinde über viele Jahre hinweg gebunden. Wer garantiert, dass der Rathausneubau nicht wie andernorts üblich 2-3 mal so teuer, wie ursprünglich angekündigt, ausfällt? Wie steht es um noch nicht bezifferte Bauführungs- und Planungskosten und trotzdem anfallende Sanierungs- und Folgekosten für die alten Gebäude?
Gab es wirklich ergebnisoffene Betrachtungen, Kostennutzen-Analysen für die verschiedenen möglichen Varianten oder wurde nur nach Argumenten für einen Neubau und gegen eine Sanierung gesucht?
Darüber hinaus ist für uns eine grundsätzliche Frage, ob die Bürger Remchingens beim Entscheidungsprozess zum eventuellen Neubau eines Rathauses mitgenommen werden. Warum wird über die entscheidende Gemeinderatssitzung zur Beschlussfassung zum neuen Rathaus lediglich eine Woche vorab in nur wenigen Worten in der Ankündigung zur Gemeinderatssitzung informiert? Warum gibt es hier nicht bereits Wochen vorher Informationen und echte ergebnisoffene Diskussionen mit der Bürgerschaft? Wieso bietet die Gemeinde den Bürgern kein Forum zur Stellungnahme zu diesem Vorhaben? Wieso wird hierzu nicht mit ganzseitigem Aufmacher eingeladen, wie zu manchem Gemeindefest? Wir meinen, wenn erst am Abend der Beschlußfassung zu einem Rathausneubau die Öffentlichkeit Hintergrundinformation zu diesem Thema erhält, ist es unmöglich sich zu dem Thema vorab noch eine fundierte Meinung zu bilden.

Eines der ins Feld geführten Argumente für den Rathausneubau ist, dass Remchingen dadurch attraktiver werden solle. Erhöht ein neues Rathaus wirklich die Attraktivität Remchingens für seine Bürger und potentielle Neubürger? Drohen nicht wesentlich wichtigere Punkte ins "finanzielle Hintertreffen" zu geraten und auf die lange Bank geschoben zu werden, wie die Pflege der Schulen vor Ort, eine gute Infrastruktur, der Kulturbetrieb, das Freibad und die Kinderbetreuung, Einrichtungen für Senioren und unsere Vereine. Entspricht ein zentrales Rathaus wirklich dem Wunsch der Bürger? Entsteht tatsächlich ein Ort der Begegnung, wenn auf einem Platz, der bereits jetzt zum Flanieren einlädt noch ein weiteres Gebäude erstellt wird? Wäre nicht auch eine Variante mit dem Erhalt eines der alten Rathäuser (z.B in Wilferdingen) und einem Teilneubau oder Verwendung eines renovierten und erweiterten Gebäudes aus dem Bestand mit weniger Flächenverbrauch (z.B. an der B10) denkbar?
Unlängst gab es ja das Gemeindeentwicklungskonzept mit Bürgerbeteiligung. Einige unserer Mitglieder haben auch an den Workshops teilgenommen. Irgendwie muss uns da aber der Teil entgangen sein, in dem die engagierten Bürger ein neues Rathaus gefordert hätten. Dafür sind aber die Bürger Remchingens jetzt wieder zur Teilnahme an neuen Workshops aufgerufen. Hier dürfen sie dann aber nicht über das "Für und Wider" eines Rathausneubaus oder über andere, kostengünstigere und evtl. sinnvollere Alternativen diskutieren, sondern lediglich ihre Meinung zur Ausgestaltung des bereits beschlossenen neuen Rathauses kundtun. Es drängt sich der Eindruck auf, daß die Bürgerbeteiligung nicht wirklich ernsthaft betrieben wird, vielleicht weil das Vorhaben "Neubau" einer Umfrage in der Bürgerschaft nicht standhalten könnte?

23.01.14

Gemeinderatskandidaten nominiert

Am 23.01. fand im Gasthaus Rössle in Wilferdingen die Nominierungsversammlung für die Aufstellung unserer Kandidatenliste für die Gemeinderatswahlen im Mai 2014 statt. Vorstandsmitglied Till Siegenthaler machte in seiner Eröffnungsrede darauf aufmerksam, warum es in Remchingen der Grünen Stimme bedarf: Es ist einfach mehr Transparenz notwendig, um die Bürgerinnen und Bürger bei wichtigen Entscheidungen mitzunehmen und einzubinden, wie am Beispiel des geplanten Rathausneubaus deutlich wird. Anschließend stellten sich der Reihe nach 10 Bewerber in einer kurzen Vorstellungsrunde vor. Neben den persönlichen Daten wurden auch die Beweggründe für ein politisches Engagement sowie die Ziele für eine Tätigkeit im Kommunalparlament dargestellt. Als Themen standen u.a. die Bürgerbeteiligung, der Natur-, Lärm- und Hochwasserschutz, die Ganztagsbetreuung in der Schule, Integration ausländischer Menschen und der Flächenverbrauch bei gleichzeitigen Leerständen auf der Liste der Bewerber. Bei der anschließenden Abstimmung erhielten alle Kandidaten die volle Stimmenzahl der anwesenden Mitglieder. Gewählt wurden damit außer 7 Ortsverbandsmitgliedern auch noch 3 engagierte Mitbürger: Sybille Hildner-Lippolt, Till Siegenthaler, Conni Schröder, Klaus Fingerhut, Dieter Braun, Thomas Walther, Manfred Holzinger, Fabian Farr, Martin Hofmann-Sobik und Andreas Daub.

Unsere Gemeinderatskandidaten (v.l.n.r.): Andreas Daub, Klaus Fingerhut, Dieter Braun, Conni Schröder, Thomas Walther, Sybille Hildner-Lippolt, Fabian Farr, Manfred Holzinger, Martin Hofmann-Sobik, Till Siegenthaler

Wir beglückwünschen alle Genannten zu dieser Nominierung und wünschen ihnen natürlich viel Erfolg bei der Wahl.

11.05.14

Grünen-Europakandidatin macht sich für bäuerliche Landwirtschaft stark

Remchingen-Singen (zac). Wahlkampf im Hühnerstall veranstaltete Maria Heubuch am Sonntag in Singen. Die 55-Jährige aus Leutkirch im Allgäu kandidiert auf dem bundesweit elften Listenplatz für das Bündnis 90/Die Grünen zur Europawahl und stellte sich auf Einladung des Grünen-Ortsverbandes Remchingen auf dem Bauernhof von Tobias Ade in Singen fast vierzig interessierten Besuchern vor.


4500 Hennen in Bodenhaltung legen auf dem Aussiedlerstall Ade im Hegenach. Nur auf den ersten Blick ist das eine hohe Zahl: „Ohne Direktverkauf im Ort und regionale Vermarktung der Eier könnte ich mit den wirklich Großen überhaupt nicht mithalten“, erläutert der 45-jährige Landwirtschaftsmeister und entkräftet das allzu idyllische Bauernhof-Bild der breiten Bevölkerung. Maria Heubuch sei im Vorfeld gefragt worden, wie sie als Grünen-Politikerin auf einen konventionellen Betrieb mit „so vielen Tieren“ gehen könne. „Doch das hier ist alles andere als Massentierhaltung“, stellt sie fest und nennt Zahlen aus der deutschen Masthähnchen-Haltung, wo rund drei Viertel aller Hähnchen mit mehr als 50000 Artgenossen im Stall stünden. Genau da will die Europakandidatin politisch ansetzen: „Wir müssen möglichst viele landwirtschaftliche Betriebe und bunte Strukturen erhalten oder wieder aufbauen. Das ist wie bei Bienenwaben: je kleiner strukturiert, desto stabiler und besser.“
Die Einführung der Milchquote Mitte der Achtzigerjahre habe sie politisch aktiv gemacht. Schnell habe sie bemerkt, dass Agrarpolitik auf regionaler Ebene nicht funktioniere und ist seit 15 Jahren Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft (AbL). Neben der Strukturpolitik kämpft sie unter anderem gegen die billige Fleischerzeugung über den Selbstversorgungsgrad hinaus auf Kosten armer Länder, aus denen die EU ihrer Rechnung zufolge Futtermittel von Flächen anderthalb Mal so groß wie die deutsche Ackerfläche exportiere: „Damit haben wir die Kolonien zu uns geholt.“ Auch Handelsabkommen zwischen der EU und den USA steht sie kritisch gegenüber: „Die Parlamente hebeln sich selbst aus.“

Auf dem Betrieb von Tobias Ade wachsen neben Kartoffeln auch Mais, die Weizen-Roggen-Kreuzung Triticale und seit drei Jahren auch Soja, sodass er mittlerweile achtzig Prozent des Futters selbst und garantiert gentechnikfrei erzeugen kann. Dafür nimmt er beim Sojaanbau Ertragsverluste durch das hiesige Klima und starke Verunkrautung in Kauf, die letzten Endes nur durch Pflanzenschutzmittel zu bekämpfen seien. Trotz dieses Kompromisses bestärkte ihn Maria Heubuch, die vehement gegen die grüne Gentechnik in der EU kämpft: „Wenn selbst Sahara-Sand über die Alpen fliegt, wer kann garantieren, dass sich nicht auch gentechnisch veränderte Maispollen einkreuzen?“

24.04.14

Für Bürgerentscheid zum Rathausneubau

Zahlreiche öffentliche Beiträge sowie die Gründung einer BI gegen den Rathausneubau zeigen, dass es bei vielen Bürgern ein Informationsdefizit zu diesem Vorhaben der Gemeinde gibt. Aus unserer Sicht wurde über dieses Vorhaben zu spät und bisher nicht umfassend genug informiert. Auch wurde es versäumt den Bürgern ernsthaft Einblicke in den Entscheidungsfindungsprozess zu verschaffen und sie hierbei einzubinden oder ihre Zustimmung zu gewinnen. Aus zahlreichen Gesprächen mit den Bürgern haben wir vernommen, dass bei vielen der Eindruck vorherrscht, man versuche mit aller Kraft ein Prestigeprojekt zu verwirklichen. Hierzu würde der Bestand der Remchinger Rathäuser schlechter gemacht als er sei. Es würde versäumt, ergebnisoffen nach den bestmöglichen und kostengünstigsten Möglichkeiten zur Beseitigung des aktuellen Sanierungsbedarfs zu suchen. Viele Bürger beklagen, sie hätten die Workshops zur Gemeindeentwicklung und zum Rathausneubau als "Alibi"-Veranstaltungen empfunden, bei denen das Thema Rathausneubau selbst nicht ergebnisoffen diskutiert werden konnte.


Wir halten diese Situation für sehr bedauerlich - insbesondere, da wir diese Ansätze einer moderneren Kommunikation und Verwaltung grundsätzlich begrüßen. Allerdings wurde hier aus unserer Sicht bisher definitiv "zu kurz gesprungen". Es entstand auch für uns Grüne der Eindruck, man wolle möglichst schnell Fakten schaffen. Hierbei sind echte Transparenz und die Einbindung der Bürger zu kurz gekommen.


Deshalb unterstützen wir den Vorschlag eines Bürgerentscheides, um abschließend klären zu können, ob die Befürworter oder Gegner des Neubaus die Mehrheit der Bürger auf ihrer Seite haben. Außerdem wäre im Vorfeld des Entscheids die Möglichkeit gegeben, das gesamte Thema vorab noch einmal öffentlich und vollständig zu diskutieren, so dass sich jeder Bürger eine fundierte Meinung darüber bilden kann. Es wäre für ein solch großes Vorhaben für eine Gemeinde von entscheidendem Vorteil, die Bedenken der Bürger vor einer endgültigen Entscheidung zu berücksichtigen oder auszuräumen.

06.04.14

Infostand beim Frühlingsfest

Beim diesjährigen Frühlingsfest beteiligten wir uns zum ersten Mal mit unserem Infostand. Mit neuer Stellwand und bei strahlendem Sonnenschein konnten wir viele verschiedene Themen beleuchten und auch unsere Gemeinderatskandidaten mit Foto vorstellen. So gab es Pläne der einzelnen Ortsteile worauf die interessierten BürgerInnen die Stellen markieren konnten, wo sie Nachholbedarf im Radwegenetz sehen. Im Laufe des Tages sammelten sich immer mehr Markierungen und ließen die Pläne wie Streuselkuchen aussehen. Außerdem stellten wir die Frage nach der Sinnhaftigkeit eines Baugebiets im Überschwemmungsgebiet „Im Bruch“, über das im nächsten Gemeinderat beschlossen werden soll und untermauerten dies mit einer plakativen Fotomontage von untergehenden Lebensmittelmärkten. Ferner starteten wir eine Umfrage zum Rathausneubau, die wir in den nächsten Wochen fortführen werden. Die ersten Rückmeldungen zeigen durchgängig eine Ablehnung des Neubaus, zumindest an der jetzt vorgesehenden Stelle. Immer wieder gern genommen wurden unsere Wildblumen-Samen, deren Blüten vor allem den heimischen Wildbienen zu gute kommen sollen. Alles in allem war es für uns ein gelungener Tag mit interessanten Gesprächen und nach einem ganzen Tag an der B10 mit der Erkenntnis, wie wichtig ein funktionierender Lärmschutz für uns Remchinger ist.

Thomas Walther

26.03.14

Konsequenzen durch Transatlantisches Freihandelsabkommen (TTIP) auch für die Kommunen?

Am Mittwochabend, den 26. März waren Manfred Holzinger und Till Siegenthaler für den remchinger GRÜNEN Ortsverband in Pforzheim im Kulturhaus Osterfeld beim Vortrag und Gespräch mit Elke Schenk von der globalisierungskritischen Organisation "attac" zum Thema US-europäisches Freihandelsabkommen (TTIP).
Schnell wurde deutlich, welche Brisanz das Thema hat: Hier ist die Wachsamkeit der Bürger und der Politik gefordert, damit die Interessen und der Schutz der Bürger und Verbraucher nicht nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit den Interessen einiger Großkonzerne und ihrer Lobbies geopfert werden.
Mögliche Konsequenzen hat das Thema auch für Gemeinden und Kommunen, wie nicht nur der kürzlich gescheiterte Versuch, der Privatisierung der Trinkwasserversorgung Vorschub zu leisten, eindrucksvoll beweist. So könnte es für die Kommunen auch bei der Vergabe von größeren Vorhaben eine Ausschreibungspflicht nicht nur innerhalb Europas sondern sogar auch bis einschließlich in die USA geben. Schon die Ausschreibungsverpflichtungen innerhalb Europas bringen oft kaum handhabbare praktische Probleme, Kosten und Komplikationen mit sich. Eine gezielte Förderung regionaler Anbieter wird erschwert. Darüber hinaus droht eine Nivellierung auf die jeweils niedrigsten Standards innerhalb der beteiligten Länder. Wertwolle deutsche oder europäische Errungenschaften z.B. in Bezug auf Arbeitsrecht, Umweltschutzauflagen oder geltende nationale oder europäische Vorgaben drohen unterlaufen zu werden. Stattdessen drohen uns der viel zitierte Gen-Mais, Chlor-Hühnchen und einseitige Klagerechte für Großkonzerne wie Monsanto, die die Staaten und Regierungen lähmen und schwächen würden.
Hier sind wir Alle als mündige Bürger gefordert, wachsam zu sein und z.B. am 25.5. parallel zur Kommunalwahl auch zur Europawahl zu gehen. Fordern Sie schon vorab von Ihren / unseren Abgeordneten diesem Treiben Einhalt zu gebieten!

Till Siegenthaler

10.03.14

Rathaus-Workshop am 10. März in der Kulturhalle

Zum Neuen Rathaus und der neuen Ortsmitte wird befürchtet, dass der San Biagio Platz zugebaut wird und die Altenheimbewohner auf eine Wand schauen. Es gibt keinen "Park" mehr, der Erhalt des grünen Umfeldes ist vielen aber wichtig. Das Rathaus könne daher nahe an die Kulturhalle gebaut und Räume gemeinsam genutzt werden. Eine große Rolle spielten wegfallende Parkplätze und die Autos der 46 Rathausangestellten, was den Parkdruck erhöht. Es wurde vorgeschlagen, ein "offenes" Rathaus zu bauen, für die Beratung aber geschlossene Zimmer vorzusehen.

Zur Umnutzung der alten Rathäuser wurde darauf hingewiesen, dass die Kosten für den Umbau wie auch die Kosten der Nachnutzung zu den Gesamtkosten des Rathausneubaus gehören!
Zu den Altstandorten gab es rege Diskussionen. Insbesondere zum Singener Rathaus sprachen sich viele gegen einen Abriss aus, der den historischen Kern Singens zerstöre. Rathaus und Nachbargebäude werden als ein Gesamtkomplex gesehen, bei dem die bisherige Vereinsnutzung auch neu aufgeteilt werden könne. Als weitere Nutzungsmöglichkeit wurde u.a. genannt: Seniorencafe, Jugendtreff, Mehrgenerationenhaus, Ärztehaus, Ladenlokal für die Tafel, Rathausaußenstelle, Räume für private Feierlichkeiten der Bürger. Für das Wilferdinger Rathaus wurde eine Nutzung als Polizei, Rathausarchiv, Cafe oder teilweise gewerblich vorgeschlagen. Für das Nöttinger Rathaus möchten viele die jetzige Nutzung (Vermietung, Jugendcafe, Bücherei, Heimatmuseum, Verein) erhalten, es gab aber auch neue Vorschläge, z.B. ein Mehrgenerationenhaus.
Wir befürworten diese öffentlichen Diskussionen. Falls die Bürgerbeiträge mit einfließen, erreichen wir das beste Ergebnis.

Dieter Braun

23.02.14

Kundgebung gegen Rechts in Pforzheim

Wie auch in den vergangenen Jahren fand am Sonntag 23.2. wieder eine Gegenkundgebung des Bündnisses "Initiative gegen Rechts" in Pforzheim statt, die sich als Protestaktion gegen die gleichzeitig stattfindene Fackelmahnwache der neofaschistischen Parteil FHD "Freundeskreis Ein Herz für Deutschland" auf dem Wartberg versteht.
Die Kundgebung mit dem Motto "Fackeln aus – Pforzheim nazifrei" begann um 15.30 Uhr auf dem Pforzheimer Marktplatz mit einigen Ansprachen, die eindringlich daran erinnerten, daß das Nazi-Regime den 2. Weltkrieg anzettelte und damit die Maschinerie der Gewalt in Gang setzte, die letztendlich auch die Bombardierung Pforzheims am 23.2.1945 mit ihren über 17.000 Opfern zur Folge hatte "Faschismus ist keine Meinung, Faschismus ist ein Verbrechen".
Menschen allen Alters, gleich welcher Gesinnung, Kultur und Religion, waren dem Aufruf, hier ein Zeichen gegen Rechts zu setzen, gefolgt. Wir vom Grünen Ortsverband Remchingen waren auch vertreten und freuen uns, daß wir hier Flagge zeigen konnten.
Danach setzte sich der Demonstrationszug am Bahnhof vorbei über die Nordstadtbrücke mit dem Ziel Hauptgüterbahnhof in Bewegung, von wo am 22.10.1940 rund 200 Menschen jüdischen Glaubens aus Baden ins französiche Lager Gurs verschickt worden waren.
Am Zielpunkt angekommen, gab es weitere Reden sowie einen Bericht von einem Journalisten, der Prozessberichterstatter beim NSU-Prozess ist. Abschließend sprach die evangelische Dekanin Frau Christiane Quincke aus Pforzheim. In ihrer sehr engagierten Rede berichtete sie in Anlehnung an Martin Luther King von ihrem Traum, daß nächstes Jahr viele Tausende Menschen aller Couleur gegen diese unerwünschten Rechtsextremen in Pforzheim auf die Straße gehen mögen, um diesen Alptraum nicht länger andauern zu lassen. Sie sehe es als ihre Pflicht als Christin an, andere nicht wegen angeborener Andersartigkeit zu verurteilen und Menschen, die dies tun, in die Schranken zu weisen "Christen müssen Mauern zwischen den Menschen abreißen, nicht welche aufstellen".

Sybille Hildner-Lippolt

13.02.14

Sanierung oder Neubau - Gutes Rathaus ist teuer!

In Sachen Remchinger Rathaus wurde in den letzten Wochen so einiges kommuniziert und publiziert. Wir vom grünen Ortsverband sind allerdings der einhelligen Meinung, daß zu diesem Thema noch viele Fragen offen sind. Daher möchten wir uns zu einigen Punkten äußern.

Vorab sei klargestellt: Auch wir befürworten zeitgemäße, zweckmäßige, aktuellen Standards entsprechende Räumlichkeiten für die Gemeindeverwaltung.

Durch einen Rathaus-Neubau würden allerdings erhebliche finanzielle Ressourcen der Gemeinde über viele Jahre hinweg gebunden. Wer garantiert, dass der Rathausneubau nicht wie andernorts üblich 2-3 mal so teuer, wie ursprünglich angekündigt, ausfällt? Wie steht es um noch nicht bezifferte Bauführungs- und Planungskosten und trotzdem anfallende Sanierungs- und Folgekosten für die alten Gebäude?
Gab es wirklich ergebnisoffene Betrachtungen, Kostennutzen-Analysen für die verschiedenen möglichen Varianten oder wurde nur nach Argumenten für einen Neubau und gegen eine Sanierung gesucht?
Darüber hinaus ist für uns eine grundsätzliche Frage, ob die Bürger Remchingens beim Entscheidungsprozess zum eventuellen Neubau eines Rathauses mitgenommen werden. Warum wird über die entscheidende Gemeinderatssitzung zur Beschlussfassung zum neuen Rathaus lediglich eine Woche vorab in nur wenigen Worten in der Ankündigung zur Gemeinderatssitzung informiert? Warum gibt es hier nicht bereits Wochen vorher Informationen und echte ergebnisoffene Diskussionen mit der Bürgerschaft? Wieso bietet die Gemeinde den Bürgern kein Forum zur Stellungnahme zu diesem Vorhaben? Wieso wird hierzu nicht mit ganzseitigem Aufmacher eingeladen, wie zu manchem Gemeindefest? Wir meinen, wenn erst am Abend der Beschlußfassung zu einem Rathausneubau die Öffentlichkeit Hintergrundinformation zu diesem Thema erhält, ist es unmöglich sich zu dem Thema vorab noch eine fundierte Meinung zu bilden.

Eines der ins Feld geführten Argumente für den Rathausneubau ist, dass Remchingen dadurch attraktiver werden solle. Erhöht ein neues Rathaus wirklich die Attraktivität Remchingens für seine Bürger und potentielle Neubürger? Drohen nicht wesentlich wichtigere Punkte ins "finanzielle Hintertreffen" zu geraten und auf die lange Bank geschoben zu werden, wie die Pflege der Schulen vor Ort, eine gute Infrastruktur, der Kulturbetrieb, das Freibad und die Kinderbetreuung, Einrichtungen für Senioren und unsere Vereine. Entspricht ein zentrales Rathaus wirklich dem Wunsch der Bürger? Entsteht tatsächlich ein Ort der Begegnung, wenn auf einem Platz, der bereits jetzt zum Flanieren einlädt noch ein weiteres Gebäude erstellt wird? Wäre nicht auch eine Variante mit dem Erhalt eines der alten Rathäuser (z.B in Wilferdingen) und einem Teilneubau oder Verwendung eines renovierten und erweiterten Gebäudes aus dem Bestand mit weniger Flächenverbrauch (z.B. an der B10) denkbar?
Unlängst gab es ja das Gemeindeentwicklungskonzept mit Bürgerbeteiligung. Einige unserer Mitglieder haben auch an den Workshops teilgenommen. Irgendwie muss uns da aber der Teil entgangen sein, in dem die engagierten Bürger ein neues Rathaus gefordert hätten. Dafür sind aber die Bürger Remchingens jetzt wieder zur Teilnahme an neuen Workshops aufgerufen. Hier dürfen sie dann aber nicht über das "Für und Wider" eines Rathausneubaus oder über andere, kostengünstigere und evtl. sinnvollere Alternativen diskutieren, sondern lediglich ihre Meinung zur Ausgestaltung des bereits beschlossenen neuen Rathauses kundtun. Es drängt sich der Eindruck auf, daß die Bürgerbeteiligung nicht wirklich ernsthaft betrieben wird, vielleicht weil das Vorhaben "Neubau" einer Umfrage in der Bürgerschaft nicht standhalten könnte?

23.01.14

Gemeinderatskandidaten nominiert

Am 23.01. fand im Gasthaus Rössle in Wilferdingen die Nominierungsversammlung für die Aufstellung unserer Kandidatenliste für die Gemeinderatswahlen im Mai 2014 statt. Vorstandsmitglied Till Siegenthaler machte in seiner Eröffnungsrede darauf aufmerksam, warum es in Remchingen der Grünen Stimme bedarf: Es ist einfach mehr Transparenz notwendig, um die Bürgerinnen und Bürger bei wichtigen Entscheidungen mitzunehmen und einzubinden, wie am Beispiel des geplanten Rathausneubaus deutlich wird. Anschließend stellten sich der Reihe nach 10 Bewerber in einer kurzen Vorstellungsrunde vor. Neben den persönlichen Daten wurden auch die Beweggründe für ein politisches Engagement sowie die Ziele für eine Tätigkeit im Kommunalparlament dargestellt. Als Themen standen u.a. die Bürgerbeteiligung, der Natur-, Lärm- und Hochwasserschutz, die Ganztagsbetreuung in der Schule, Integration ausländischer Menschen und der Flächenverbrauch bei gleichzeitigen Leerständen auf der Liste der Bewerber. Bei der anschließenden Abstimmung erhielten alle Kandidaten die volle Stimmenzahl der anwesenden Mitglieder. Gewählt wurden damit außer 7 Ortsverbandsmitgliedern auch noch 3 engagierte Mitbürger: Sybille Hildner-Lippolt, Till Siegenthaler, Conni Schröder, Klaus Fingerhut, Dieter Braun, Thomas Walther, Manfred Holzinger, Fabian Farr, Martin Hofmann-Sobik und Andreas Daub.

Unsere Gemeinderatskandidaten (v.l.n.r.): Andreas Daub, Klaus Fingerhut, Dieter Braun, Conni Schröder, Thomas Walther, Sybille Hildner-Lippolt, Fabian Farr, Manfred Holzinger, Martin Hofmann-Sobik, Till Siegenthaler

Wir beglückwünschen alle Genannten zu dieser Nominierung und wünschen ihnen natürlich viel Erfolg bei der Wahl.

11.05.14

Grünen-Europakandidatin macht sich für bäuerliche Landwirtschaft stark

Remchingen-Singen (zac). Wahlkampf im Hühnerstall veranstaltete Maria Heubuch am Sonntag in Singen. Die 55-Jährige aus Leutkirch im Allgäu kandidiert auf dem bundesweit elften Listenplatz für das Bündnis 90/Die Grünen zur Europawahl und stellte sich auf Einladung des Grünen-Ortsverbandes Remchingen auf dem Bauernhof von Tobias Ade in Singen fast vierzig interessierten Besuchern vor.


4500 Hennen in Bodenhaltung legen auf dem Aussiedlerstall Ade im Hegenach. Nur auf den ersten Blick ist das eine hohe Zahl: „Ohne Direktverkauf im Ort und regionale Vermarktung der Eier könnte ich mit den wirklich Großen überhaupt nicht mithalten“, erläutert der 45-jährige Landwirtschaftsmeister und entkräftet das allzu idyllische Bauernhof-Bild der breiten Bevölkerung. Maria Heubuch sei im Vorfeld gefragt worden, wie sie als Grünen-Politikerin auf einen konventionellen Betrieb mit „so vielen Tieren“ gehen könne. „Doch das hier ist alles andere als Massentierhaltung“, stellt sie fest und nennt Zahlen aus der deutschen Masthähnchen-Haltung, wo rund drei Viertel aller Hähnchen mit mehr als 50000 Artgenossen im Stall stünden. Genau da will die Europakandidatin politisch ansetzen: „Wir müssen möglichst viele landwirtschaftliche Betriebe und bunte Strukturen erhalten oder wieder aufbauen. Das ist wie bei Bienenwaben: je kleiner strukturiert, desto stabiler und besser.“
Die Einführung der Milchquote Mitte der Achtzigerjahre habe sie politisch aktiv gemacht. Schnell habe sie bemerkt, dass Agrarpolitik auf regionaler Ebene nicht funktioniere und ist seit 15 Jahren Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft (AbL). Neben der Strukturpolitik kämpft sie unter anderem gegen die billige Fleischerzeugung über den Selbstversorgungsgrad hinaus auf Kosten armer Länder, aus denen die EU ihrer Rechnung zufolge Futtermittel von Flächen anderthalb Mal so groß wie die deutsche Ackerfläche exportiere: „Damit haben wir die Kolonien zu uns geholt.“ Auch Handelsabkommen zwischen der EU und den USA steht sie kritisch gegenüber: „Die Parlamente hebeln sich selbst aus.“

Auf dem Betrieb von Tobias Ade wachsen neben Kartoffeln auch Mais, die Weizen-Roggen-Kreuzung Triticale und seit drei Jahren auch Soja, sodass er mittlerweile achtzig Prozent des Futters selbst und garantiert gentechnikfrei erzeugen kann. Dafür nimmt er beim Sojaanbau Ertragsverluste durch das hiesige Klima und starke Verunkrautung in Kauf, die letzten Endes nur durch Pflanzenschutzmittel zu bekämpfen seien. Trotz dieses Kompromisses bestärkte ihn Maria Heubuch, die vehement gegen die grüne Gentechnik in der EU kämpft: „Wenn selbst Sahara-Sand über die Alpen fliegt, wer kann garantieren, dass sich nicht auch gentechnisch veränderte Maispollen einkreuzen?“

24.04.14

Für Bürgerentscheid zum Rathausneubau

Zahlreiche öffentliche Beiträge sowie die Gründung einer BI gegen den Rathausneubau zeigen, dass es bei vielen Bürgern ein Informationsdefizit zu diesem Vorhaben der Gemeinde gibt. Aus unserer Sicht wurde über dieses Vorhaben zu spät und bisher nicht umfassend genug informiert. Auch wurde es versäumt den Bürgern ernsthaft Einblicke in den Entscheidungsfindungsprozess zu verschaffen und sie hierbei einzubinden oder ihre Zustimmung zu gewinnen. Aus zahlreichen Gesprächen mit den Bürgern haben wir vernommen, dass bei vielen der Eindruck vorherrscht, man versuche mit aller Kraft ein Prestigeprojekt zu verwirklichen. Hierzu würde der Bestand der Remchinger Rathäuser schlechter gemacht als er sei. Es würde versäumt, ergebnisoffen nach den bestmöglichen und kostengünstigsten Möglichkeiten zur Beseitigung des aktuellen Sanierungsbedarfs zu suchen. Viele Bürger beklagen, sie hätten die Workshops zur Gemeindeentwicklung und zum Rathausneubau als "Alibi"-Veranstaltungen empfunden, bei denen das Thema Rathausneubau selbst nicht ergebnisoffen diskutiert werden konnte.


Wir halten diese Situation für sehr bedauerlich - insbesondere, da wir diese Ansätze einer moderneren Kommunikation und Verwaltung grundsätzlich begrüßen. Allerdings wurde hier aus unserer Sicht bisher definitiv "zu kurz gesprungen". Es entstand auch für uns Grüne der Eindruck, man wolle möglichst schnell Fakten schaffen. Hierbei sind echte Transparenz und die Einbindung der Bürger zu kurz gekommen.


Deshalb unterstützen wir den Vorschlag eines Bürgerentscheides, um abschließend klären zu können, ob die Befürworter oder Gegner des Neubaus die Mehrheit der Bürger auf ihrer Seite haben. Außerdem wäre im Vorfeld des Entscheids die Möglichkeit gegeben, das gesamte Thema vorab noch einmal öffentlich und vollständig zu diskutieren, so dass sich jeder Bürger eine fundierte Meinung darüber bilden kann. Es wäre für ein solch großes Vorhaben für eine Gemeinde von entscheidendem Vorteil, die Bedenken der Bürger vor einer endgültigen Entscheidung zu berücksichtigen oder auszuräumen.

06.04.14

Infostand beim Frühlingsfest

Beim diesjährigen Frühlingsfest beteiligten wir uns zum ersten Mal mit unserem Infostand. Mit neuer Stellwand und bei strahlendem Sonnenschein konnten wir viele verschiedene Themen beleuchten und auch unsere Gemeinderatskandidaten mit Foto vorstellen. So gab es Pläne der einzelnen Ortsteile worauf die interessierten BürgerInnen die Stellen markieren konnten, wo sie Nachholbedarf im Radwegenetz sehen. Im Laufe des Tages sammelten sich immer mehr Markierungen und ließen die Pläne wie Streuselkuchen aussehen. Außerdem stellten wir die Frage nach der Sinnhaftigkeit eines Baugebiets im Überschwemmungsgebiet „Im Bruch“, über das im nächsten Gemeinderat beschlossen werden soll und untermauerten dies mit einer plakativen Fotomontage von untergehenden Lebensmittelmärkten. Ferner starteten wir eine Umfrage zum Rathausneubau, die wir in den nächsten Wochen fortführen werden. Die ersten Rückmeldungen zeigen durchgängig eine Ablehnung des Neubaus, zumindest an der jetzt vorgesehenden Stelle. Immer wieder gern genommen wurden unsere Wildblumen-Samen, deren Blüten vor allem den heimischen Wildbienen zu gute kommen sollen. Alles in allem war es für uns ein gelungener Tag mit interessanten Gesprächen und nach einem ganzen Tag an der B10 mit der Erkenntnis, wie wichtig ein funktionierender Lärmschutz für uns Remchinger ist.

Thomas Walther

26.03.14

Konsequenzen durch Transatlantisches Freihandelsabkommen (TTIP) auch für die Kommunen?

Am Mittwochabend, den 26. März waren Manfred Holzinger und Till Siegenthaler für den remchinger GRÜNEN Ortsverband in Pforzheim im Kulturhaus Osterfeld beim Vortrag und Gespräch mit Elke Schenk von der globalisierungskritischen Organisation "attac" zum Thema US-europäisches Freihandelsabkommen (TTIP).
Schnell wurde deutlich, welche Brisanz das Thema hat: Hier ist die Wachsamkeit der Bürger und der Politik gefordert, damit die Interessen und der Schutz der Bürger und Verbraucher nicht nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit den Interessen einiger Großkonzerne und ihrer Lobbies geopfert werden.
Mögliche Konsequenzen hat das Thema auch für Gemeinden und Kommunen, wie nicht nur der kürzlich gescheiterte Versuch, der Privatisierung der Trinkwasserversorgung Vorschub zu leisten, eindrucksvoll beweist. So könnte es für die Kommunen auch bei der Vergabe von größeren Vorhaben eine Ausschreibungspflicht nicht nur innerhalb Europas sondern sogar auch bis einschließlich in die USA geben. Schon die Ausschreibungsverpflichtungen innerhalb Europas bringen oft kaum handhabbare praktische Probleme, Kosten und Komplikationen mit sich. Eine gezielte Förderung regionaler Anbieter wird erschwert. Darüber hinaus droht eine Nivellierung auf die jeweils niedrigsten Standards innerhalb der beteiligten Länder. Wertwolle deutsche oder europäische Errungenschaften z.B. in Bezug auf Arbeitsrecht, Umweltschutzauflagen oder geltende nationale oder europäische Vorgaben drohen unterlaufen zu werden. Stattdessen drohen uns der viel zitierte Gen-Mais, Chlor-Hühnchen und einseitige Klagerechte für Großkonzerne wie Monsanto, die die Staaten und Regierungen lähmen und schwächen würden.
Hier sind wir Alle als mündige Bürger gefordert, wachsam zu sein und z.B. am 25.5. parallel zur Kommunalwahl auch zur Europawahl zu gehen. Fordern Sie schon vorab von Ihren / unseren Abgeordneten diesem Treiben Einhalt zu gebieten!

Till Siegenthaler

10.03.14

Rathaus-Workshop am 10. März in der Kulturhalle

Zum Neuen Rathaus und der neuen Ortsmitte wird befürchtet, dass der San Biagio Platz zugebaut wird und die Altenheimbewohner auf eine Wand schauen. Es gibt keinen "Park" mehr, der Erhalt des grünen Umfeldes ist vielen aber wichtig. Das Rathaus könne daher nahe an die Kulturhalle gebaut und Räume gemeinsam genutzt werden. Eine große Rolle spielten wegfallende Parkplätze und die Autos der 46 Rathausangestellten, was den Parkdruck erhöht. Es wurde vorgeschlagen, ein "offenes" Rathaus zu bauen, für die Beratung aber geschlossene Zimmer vorzusehen.

Zur Umnutzung der alten Rathäuser wurde darauf hingewiesen, dass die Kosten für den Umbau wie auch die Kosten der Nachnutzung zu den Gesamtkosten des Rathausneubaus gehören!
Zu den Altstandorten gab es rege Diskussionen. Insbesondere zum Singener Rathaus sprachen sich viele gegen einen Abriss aus, der den historischen Kern Singens zerstöre. Rathaus und Nachbargebäude werden als ein Gesamtkomplex gesehen, bei dem die bisherige Vereinsnutzung auch neu aufgeteilt werden könne. Als weitere Nutzungsmöglichkeit wurde u.a. genannt: Seniorencafe, Jugendtreff, Mehrgenerationenhaus, Ärztehaus, Ladenlokal für die Tafel, Rathausaußenstelle, Räume für private Feierlichkeiten der Bürger. Für das Wilferdinger Rathaus wurde eine Nutzung als Polizei, Rathausarchiv, Cafe oder teilweise gewerblich vorgeschlagen. Für das Nöttinger Rathaus möchten viele die jetzige Nutzung (Vermietung, Jugendcafe, Bücherei, Heimatmuseum, Verein) erhalten, es gab aber auch neue Vorschläge, z.B. ein Mehrgenerationenhaus.
Wir befürworten diese öffentlichen Diskussionen. Falls die Bürgerbeiträge mit einfließen, erreichen wir das beste Ergebnis.

Dieter Braun

23.02.14

Kundgebung gegen Rechts in Pforzheim

Wie auch in den vergangenen Jahren fand am Sonntag 23.2. wieder eine Gegenkundgebung des Bündnisses "Initiative gegen Rechts" in Pforzheim statt, die sich als Protestaktion gegen die gleichzeitig stattfindene Fackelmahnwache der neofaschistischen Parteil FHD "Freundeskreis Ein Herz für Deutschland" auf dem Wartberg versteht.
Die Kundgebung mit dem Motto "Fackeln aus – Pforzheim nazifrei" begann um 15.30 Uhr auf dem Pforzheimer Marktplatz mit einigen Ansprachen, die eindringlich daran erinnerten, daß das Nazi-Regime den 2. Weltkrieg anzettelte und damit die Maschinerie der Gewalt in Gang setzte, die letztendlich auch die Bombardierung Pforzheims am 23.2.1945 mit ihren über 17.000 Opfern zur Folge hatte "Faschismus ist keine Meinung, Faschismus ist ein Verbrechen".
Menschen allen Alters, gleich welcher Gesinnung, Kultur und Religion, waren dem Aufruf, hier ein Zeichen gegen Rechts zu setzen, gefolgt. Wir vom Grünen Ortsverband Remchingen waren auch vertreten und freuen uns, daß wir hier Flagge zeigen konnten.
Danach setzte sich der Demonstrationszug am Bahnhof vorbei über die Nordstadtbrücke mit dem Ziel Hauptgüterbahnhof in Bewegung, von wo am 22.10.1940 rund 200 Menschen jüdischen Glaubens aus Baden ins französiche Lager Gurs verschickt worden waren.
Am Zielpunkt angekommen, gab es weitere Reden sowie einen Bericht von einem Journalisten, der Prozessberichterstatter beim NSU-Prozess ist. Abschließend sprach die evangelische Dekanin Frau Christiane Quincke aus Pforzheim. In ihrer sehr engagierten Rede berichtete sie in Anlehnung an Martin Luther King von ihrem Traum, daß nächstes Jahr viele Tausende Menschen aller Couleur gegen diese unerwünschten Rechtsextremen in Pforzheim auf die Straße gehen mögen, um diesen Alptraum nicht länger andauern zu lassen. Sie sehe es als ihre Pflicht als Christin an, andere nicht wegen angeborener Andersartigkeit zu verurteilen und Menschen, die dies tun, in die Schranken zu weisen "Christen müssen Mauern zwischen den Menschen abreißen, nicht welche aufstellen".

Sybille Hildner-Lippolt

13.02.14

Sanierung oder Neubau - Gutes Rathaus ist teuer!

In Sachen Remchinger Rathaus wurde in den letzten Wochen so einiges kommuniziert und publiziert. Wir vom grünen Ortsverband sind allerdings der einhelligen Meinung, daß zu diesem Thema noch viele Fragen offen sind. Daher möchten wir uns zu einigen Punkten äußern.

Vorab sei klargestellt: Auch wir befürworten zeitgemäße, zweckmäßige, aktuellen Standards entsprechende Räumlichkeiten für die Gemeindeverwaltung.

Durch einen Rathaus-Neubau würden allerdings erhebliche finanzielle Ressourcen der Gemeinde über viele Jahre hinweg gebunden. Wer garantiert, dass der Rathausneubau nicht wie andernorts üblich 2-3 mal so teuer, wie ursprünglich angekündigt, ausfällt? Wie steht es um noch nicht bezifferte Bauführungs- und Planungskosten und trotzdem anfallende Sanierungs- und Folgekosten für die alten Gebäude?
Gab es wirklich ergebnisoffene Betrachtungen, Kostennutzen-Analysen für die verschiedenen möglichen Varianten oder wurde nur nach Argumenten für einen Neubau und gegen eine Sanierung gesucht?
Darüber hinaus ist für uns eine grundsätzliche Frage, ob die Bürger Remchingens beim Entscheidungsprozess zum eventuellen Neubau eines Rathauses mitgenommen werden. Warum wird über die entscheidende Gemeinderatssitzung zur Beschlussfassung zum neuen Rathaus lediglich eine Woche vorab in nur wenigen Worten in der Ankündigung zur Gemeinderatssitzung informiert? Warum gibt es hier nicht bereits Wochen vorher Informationen und echte ergebnisoffene Diskussionen mit der Bürgerschaft? Wieso bietet die Gemeinde den Bürgern kein Forum zur Stellungnahme zu diesem Vorhaben? Wieso wird hierzu nicht mit ganzseitigem Aufmacher eingeladen, wie zu manchem Gemeindefest? Wir meinen, wenn erst am Abend der Beschlußfassung zu einem Rathausneubau die Öffentlichkeit Hintergrundinformation zu diesem Thema erhält, ist es unmöglich sich zu dem Thema vorab noch eine fundierte Meinung zu bilden.

Eines der ins Feld geführten Argumente für den Rathausneubau ist, dass Remchingen dadurch attraktiver werden solle. Erhöht ein neues Rathaus wirklich die Attraktivität Remchingens für seine Bürger und potentielle Neubürger? Drohen nicht wesentlich wichtigere Punkte ins "finanzielle Hintertreffen" zu geraten und auf die lange Bank geschoben zu werden, wie die Pflege der Schulen vor Ort, eine gute Infrastruktur, der Kulturbetrieb, das Freibad und die Kinderbetreuung, Einrichtungen für Senioren und unsere Vereine. Entspricht ein zentrales Rathaus wirklich dem Wunsch der Bürger? Entsteht tatsächlich ein Ort der Begegnung, wenn auf einem Platz, der bereits jetzt zum Flanieren einlädt noch ein weiteres Gebäude erstellt wird? Wäre nicht auch eine Variante mit dem Erhalt eines der alten Rathäuser (z.B in Wilferdingen) und einem Teilneubau oder Verwendung eines renovierten und erweiterten Gebäudes aus dem Bestand mit weniger Flächenverbrauch (z.B. an der B10) denkbar?
Unlängst gab es ja das Gemeindeentwicklungskonzept mit Bürgerbeteiligung. Einige unserer Mitglieder haben auch an den Workshops teilgenommen. Irgendwie muss uns da aber der Teil entgangen sein, in dem die engagierten Bürger ein neues Rathaus gefordert hätten. Dafür sind aber die Bürger Remchingens jetzt wieder zur Teilnahme an neuen Workshops aufgerufen. Hier dürfen sie dann aber nicht über das "Für und Wider" eines Rathausneubaus oder über andere, kostengünstigere und evtl. sinnvollere Alternativen diskutieren, sondern lediglich ihre Meinung zur Ausgestaltung des bereits beschlossenen neuen Rathauses kundtun. Es drängt sich der Eindruck auf, daß die Bürgerbeteiligung nicht wirklich ernsthaft betrieben wird, vielleicht weil das Vorhaben "Neubau" einer Umfrage in der Bürgerschaft nicht standhalten könnte?

23.01.14

Gemeinderatskandidaten nominiert

Am 23.01. fand im Gasthaus Rössle in Wilferdingen die Nominierungsversammlung für die Aufstellung unserer Kandidatenliste für die Gemeinderatswahlen im Mai 2014 statt. Vorstandsmitglied Till Siegenthaler machte in seiner Eröffnungsrede darauf aufmerksam, warum es in Remchingen der Grünen Stimme bedarf: Es ist einfach mehr Transparenz notwendig, um die Bürgerinnen und Bürger bei wichtigen Entscheidungen mitzunehmen und einzubinden, wie am Beispiel des geplanten Rathausneubaus deutlich wird. Anschließend stellten sich der Reihe nach 10 Bewerber in einer kurzen Vorstellungsrunde vor. Neben den persönlichen Daten wurden auch die Beweggründe für ein politisches Engagement sowie die Ziele für eine Tätigkeit im Kommunalparlament dargestellt. Als Themen standen u.a. die Bürgerbeteiligung, der Natur-, Lärm- und Hochwasserschutz, die Ganztagsbetreuung in der Schule, Integration ausländischer Menschen und der Flächenverbrauch bei gleichzeitigen Leerständen auf der Liste der Bewerber. Bei der anschließenden Abstimmung erhielten alle Kandidaten die volle Stimmenzahl der anwesenden Mitglieder. Gewählt wurden damit außer 7 Ortsverbandsmitgliedern auch noch 3 engagierte Mitbürger: Sybille Hildner-Lippolt, Till Siegenthaler, Conni Schröder, Klaus Fingerhut, Dieter Braun, Thomas Walther, Manfred Holzinger, Fabian Farr, Martin Hofmann-Sobik und Andreas Daub.

Unsere Gemeinderatskandidaten (v.l.n.r.): Andreas Daub, Klaus Fingerhut, Dieter Braun, Conni Schröder, Thomas Walther, Sybille Hildner-Lippolt, Fabian Farr, Manfred Holzinger, Martin Hofmann-Sobik, Till Siegenthaler

Wir beglückwünschen alle Genannten zu dieser Nominierung und wünschen ihnen natürlich viel Erfolg bei der Wahl.

24.01.14

Kreistagskandidaten nominiert

Der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen nominierte am vergangenen Freitag seine Kandidaten für die kommende Kreistagswahl. Auf der Liste für den Wahlkreis Remchingen und Keltern treten nun mit Sybille Hildner-Lippolt, Klaus Fingerhut und Manfred Holzinger auch 3 Mitglieder unseres Ortsverbandes an.
Sybille Hildner-Lippolt ist Vertriebssachbearbeiterin eines mittelständischen metallverarbeitenden Unternehmens in Ispringen. Sie ist verheiratet und hat zwei schulpflichtige Kinder. Klaus Fingerhut ist Jurist in einem stuttgarter Ministerium. Er ist verheiratet, Tochter und Sohn studieren. Manfred Holzinger ist Mischturmleiter eines Betonfertigteilwerks. Er ist verlobt und hat zwei Katzenkinder.
Für Sybille Hildner-Lippolt ist die ressourcenschonende Mobilität der Zukunft im öffentlichen Personennahverkehr (Busse, Bahnen, Bürgertaxi) besonders wichtig. Manfred Holzinger hat als Betriebsratsvorsitzender erfahren und in die Tat umgesetzt, dass soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftlichkeit Ziele sind, die man durchaus unter einen Hut bringen kann. Klaus Fingerhut möchte den Hochwasserschutz auch gemeindeübergreifend fördern.

Unsere Kreistagskandidaten (v.l.n.r.): Manfred Holzinger, Sybille Hildner-Lippolt, Klaus Fingerhut

Wir beglückwünschen unsere Mitglieder zu dieser Nominierung und wünschen ihnen natürlich viel Erfolg bei der Wahl.

10.09.13

Memet Kilic bei Remchinger Runde

Kurz vor der Wahl konnten die Remchingerinnen und Remchinger die Vertreter der Bundestagsfraktionen aus nächster Nähe erleben. Die Gemeinde hatte am Abend des 10. September zur „3. Remchinger Runde“ in die Kulturhalle eingeladen und die Podiumsvertreter beantworteten viele Fragen. Rund 150 Interessierte waren trotz gleichzeitig stattfindendem WM-Qualifikationsspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gekommen. Anschließend standen die Parteien im Foyer für Gespräche zur Verfügung, was rege genutzt wurde.
Unser Bundestagsabgeordneter Memet Kilic betonte die Wichtigkeit von Energiewende und bezahlbaren Strompreisen. Zu Lasten privater VerbraucherInnen und mittelständischer Betriebe leidet der Strompreis an vielen Ungereimtheiten. Demgegenüber werden Kosten des vorgeblich so billigen Atomstroms weitgehend mit Steuergeldern finanziert. Dies belastet die Menschen erheblich – nur kommt die Rechnung nicht vom Stromversorger, sondern vom Finanzamt. Memet Kilic stellte klar: "Wer eine erfolgreiche Energiewende will, muss bei der Wahl Bündnis 90/Die Grünen seine Stimme geben".
Weitere Punkte waren die flächendeckende Versorgung mit Kindertagesplätzen und die Einführung eines Mindestlohns von 8,50 €. Die Grünen wollen mehr Bildungsgerechtigkeit für Kinder und eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie mit Kindern – und wir wollen dies solide finanzieren.
Die Einführung einer Bürgerversicherung, die alle Menschen absichert, markiert einen weiteren Pfeiler Grüner Politik. Ebenso eine Schuldenbremse für Banken, die Begrenzung der Rüstungsexporte und der Massentierhaltung in Großmästereien. Auch die Forderung nach einem verbesserten Lärmschutz an der A 8 und nach einer verbesserten Förderung des öffentlichen Personenverkehrs wurden von Memet Kilic hervorgehoben und danach am Informationsstand im Foyer der Kulturhalle diskutiert.

29.08.13

Tagestour zum Naturschutzzentrum Rappenwört im Rahmen des Ferienprogramms der Gemeinde

Bei gutem Wetter fuhren 17 remchinger und kelterner Jugendliche am 29.8. zur Alb nach Daxlanden und danach weiter in das Naturschutzzentrum Rappenwört. Begleitet wurde die quirlige Gesellschaft von 7 Betreuern beider GRÜNER Ortsverbände und des GRÜNEN Kreisverbandes. Das Wetter blieb stabil und so wurde die mitgebrachte Wechselkleidung nicht benötigt.
Die Fahrt mit der S5 und der karlsruher Straßenbahnlinie 6 verlief zügig, kurze Umsteigezeiten ließen keine Langeweile aufkommen. An der Alb in Daxlanden wurden zunächst theoretische Grundlagen gelegt: Frau Preiß vom Naturschutzzentrum stellte uns eine Reihe von Wassertieren vor, die die Jugendlichen sodann mit wachsender Begeisterung aus der Alb kescherten und sorgsam in Schüsseln sammelten. Auch weniger Interessierte entdeckten, dass kleine Lebewesen ganz groß sein können und waren begeistert. Im Anschluss begutachteten alle den Fang unter fachkundiger Anleitung von Frau Preiß. Anschließend wurden die Wassertiere wieder in der Alb ausgesetzt.
Nach der Mittagspause fuhren wir weiter zum Naturschutzzentrum. Dort teilten wir uns in zwei Gruppen auf. Die einen gingen auf die Auenwaldrallye, die anderen zum Geo-cache. Beide Gruppen wurden weiter unterteilt und hatten auf ihren Wegen mehrere Aufgaben zu lösen. Eingeplant waren 2,5 Stunden. Doch der Wald behinderte die GPS-Ortung, was es den Geo-cachern schwer machte, die Aufgaben innerhalb der Zeit zu lösen. Schließlich wurden die letzten Aufgaben nicht mehr abgelaufen, sondern ge...... . Dennoch führten die Ergebnisse beide Gruppen zu ihrem Schatz, der in einer Kiste nahe dem Naturschutzzentrum versteckt war. Wir hätten weitere Stunden in der Ausstellung des Naturschutzzentrums verbringen können, doch die Bahn drängte. Am Bahnhof Remchingen ging ein interessanter und kurzweiliger Tag zu Ende und die Eltern nahmen ihre Kinder wohlbehalten in Empfang.

25.08.13

Rad- und Informationstour mit Memet Kilic

Unser GRÜNER Bundestagsabgeordneter Memet Kilic hatte für Sonntag, den 25. August, zur Radtour durch's Kämpfelbachtal bis nach Remchingen eingeladen. Das Wetter war kühl, die Stimmung aber umso besser. Rund 20 Radler – mal mehr, mal weniger – begleiteten Memet Kilic auf seiner Tour hinunter von der Wilferdinger Höhe durch die Gemeinden des Kämpfelbachtals. Sechs remchinger Radler waren schon früh am Morgen zum Startpunkt auf die Wilferdinger Höhe geradelt. Ihnen und Memet Kilic wurde an jedem Halt etwas zu den Ortschaften berichtet. Es entwickelten sich rege Gespräche und am Brodbeckgelände gab es zur Umgebung mit Bahnhof, Bahngelände, Neuer Ortsmitte, Kindergarten, FC Singen (und seiner Fotovoltaikanlage), Gymnasium und Jugendtreff viel zu berichten und diskutieren. Trotz des durchwachsenen Wetters gesellten sich Spaziergänger hinzu. So erfuhren wir, dass dies Gelände einschließlich Sportplätze und Gymnasiumsfläche früher tiefer lag und besser als Hochwasserrückstauraum wirken konnte. Singener Anlieger konnten daher teilweise nah am Kämpfelbach bauen; der eine oder andere bereut dies heute. Ein BUND-Vertreter berichtete, dass man der Altlastenfrage des Brodbeckgeländes nachgehe, um mögliche Nutzungen des Geländes besser beurteilen zu können. Das Gemeindeentwicklungskonzept und die Überlegungen zu einem Rathausneubau an der Kulturhalle wurden dabei natürlich mit angesprochen.
Gegen 14:40 Uhr fuhren wir zum Endpunkt der Radtour zum Gasthaus Lamm in Singen. Dort kehrten die Radler und weitere Interessierte ein, so dass der beginnende Regen nicht mehr störte. Memet Kilic wurde weiteres zur remchinger Ortsentwicklung, der Altersverteilung, den Religionen und dem CGS mit seinem alljährlichen Umzug berichtet. Er bekam einen Eindruck des Gewerbe- und Dienstleistungsstandorts mit seinen Arbeitsplätzen. Die Zahl der Ein- und Auspendler belegt, wie bedeutsam die Straßen- und Bahnanbindungen und damit verbunden der Lärmschutz ist. Memet Kilic hob zudem Schul- und Bildungsthemen hervor, die auch bei dieser Bundestagswahl eine wichtige Rolle spielen.

26.07.13

Energie der Zukunft?

Bei brütender Hitze besuchten die Remchinger GRÜNEN und Interessierte aus dem Kreis im Karlsruher Rheinhafen die Firma AVA-CO2. Diese hat eine schon vor dem 2. Weltkrieg nobelpreisgekrönte HTC-Methode wieder aufgegriffen. HTC steht für hydrothermale Karbonisierung mit der aus Biomasse Kohle hergestellt wird. Hier in Karlsruhe wird diese Methode weltweit erstmals in industriellem Maßstab angewendet. Das Entscheidende hierbei ist, dass alle Bio- und Grünabfälle, aber auch z.B. Klärschlämme, wie in einem großen Dampfkochtopf unter Druck und Hitze innerhalb weniger Stunden zu Kohle umgewandelt werden. Diese kann dann als "Biokohle" in Kraftwerken verbrannt werden. Das Verfahren ist billiger, sauberer und effizienter als alle anderen Biomasseverfahren. Die so hergestellte Energie entstammt natürlichen Quellen und ist somit regenerativ und kann einen wertvollen Beitrag zur Reduktion Treibhausgassen, wie CO2 liefern.
Der Vortrag und die anschließende Führung durch die Anlage waren hochinteressant. Außerdem war es begeisternd, dass wieder einmal Firmen unserer Technologieregion in und um Karlsruhe ganz vorne mit dabei sind, Lösungen für morgen zu entwickeln und zu vermarkten.

12.07.13

Staatssekretärin Gisela Splett und Landtagsabgeordneter Alexander Salomon auf der A8-Baustelle

Gisela Splett stellte sich sodann im gut gefüllten Löwensaal den EinwohnerInnen und einer kniffligen Situation: Als Lärmschutzbeauftragte der Landesregierung und Grüne hatte sie viel Verständnis für die Bürgerinitiative, als Staatssekretärin des Landes aber weder Geld noch besonderen Einfluss auf das Bauvorhaben des Bundes. Den Anwesenden - unter ihnen die Bundestagsabgeordneten Mast (SPD), Krichbaum (CDU) und Schweickert (FDP) - erläuterte Frau Splett, dass „die nicht optimalen Lärmschutzmaßnahmen“ vom Planfeststellungsbeschluss des Jahres 2006 gedeckt seien. Ein echter Abwägungsmangel sei für das Ministerium nicht erkennbar.
Die wieder einmal gut vorbereitete Bürgerinitiative hielt dagegen und konnte einige fragwürdige Umstände aufzeigen. Frau Splett wird dies im Ministerium prüfen lassen und sich dann nochmals an den Bundesbaumister wenden. Bürgermeister Prayon machte sich das Anliegen der Bürgerinitiative in einem engagierten Beitrag zu eigen. Von Frau Splett gefragt, ob sich die Gemeinde finanziell beteiligen würde, schwieg er beredt. Wir deuten dies in einem positiven Sinne. Doch klar ist, dass die Gemeinde längst nicht alle Wünsche stemmen kann.
Für den Ortsverband möchten wir uns herzlich bei Frau Staatssekretärin Splett, sowie den Abgeordneten und allen anderen für ihr Kommen bedanken. Vielleicht bewirken die kritischen, aber konstruktiven Ausführungen der Bürgerinitiative und unseres Bürgermeisters doch noch eine erfolgreiche Einflussnahme des Landesministeriums beim Bund.
Klaus Fingerhut

05.07.13

Memet Kiliç auf der A8-Baustelle

Am 05. Juli besuchte unser Bundestags-Abgeordneter für den Enzkreis die A8 zwischen Nöttingen und Darmsbach. Die Bürgerinitiative „Ruhe jetzt!“ zeigte ihm von der Baustelle aus die besondere Lage Nöttingens und die vorgesehenen Lärmschutzmaßnahmen.
Im Anschluss ging es in den Löwensaal. Till Siegenthaler päsentierte für die Bürgerinitiative vor rund 60 Anwesenden den aktuellen Stand. Dies gelang sehr anschaulich und informativ. Es wurde rege diskutiert. Auch zeigte sich, dass besserer Lärmschutz entlang der A8 vielfach üblich ist. Memet Kiliç ermutigte die Remchinger, sich nicht mit den Maßnahmen des Bundes zufrieden zu geben. Gesundheitsgefahren durch Lärm begründen Handlungsbedarf. Hier darf sich die Politik nicht verweigern - unabhängig von irgendwelchen Rechtsansprüchen. Das gelte auch nach Abschluss des Planfeststellungsverfahrens. Lärmschutz dürfe nicht davon abhängen, ob man "laut und früh schreit". Sonst wären die die Dummen, die auf die Gleichbehandlung bei der staatlichen Lärmschutzvorsorge vertrauen. Memet Kiliç will sich daher nochmals beim Bundesverkehrsminister für einen besseren Lärmschutz einsetzen. Außerdem ist er als Mitglied im Petitionsausschuss des Bundestages relativ häufig mit Lärmschutzbegehren befasst. Er wies darauf hin, dass diese Begehren nicht aussichtslos sind.
Für den Ortsverband möchten wir uns herzlich bei Memet Kiliç für sein Kommen, die Hinweise und seine Unterstützung bedanken.

08.06.13

Ministerpräsident Kretschmann erläutert das Thema "Bürgerbeteiligung" anhand der Entscheidungsfindung für den Nationalpark Nordschwarzwald

Am Samstag, den 8. Juni fand der GRÜNE Mitgliederentscheid zum Bundestagswahlprogramm mit Ministerpräsident Kretschmann beim Kreisverband Pforzheim und Enzkreis im Kulturhaus Osterfeld statt. Neben vielen interessierten Bürgern und Mitgliedern des Kreisverbandes ließ sich natürlich auch der Remchinger Ortsverband von Bündnis 90 / die Grünen die Gelegenheit nicht entgehen, Winfried Kretschmann "live" zu sehen und zu hören.
Unser Ministerpräsident sprach in seiner gewohnt sachlichen, trockenen und tiefgründigen Art über das Thema "Bürgerbeteiligung" und die "Politik des gehört werdens". Das Paradebeispiel hierfür war natürlich der Dialog und die Entscheidungsfindung für den Nationalpark Nordschwarzwald. Bürgerbeteiligung muss immer einen echten und sachlichen Dialog einschließen, Transparenz und die Offenheit für die Argumente des Gegenübers. Wie Winfried Kretschmann betonte, kann ein sinnvoller Austausch und Dialog natürlich nur dann stattfinden, wenn das Ergebnis nicht schon längst fest steht und bereits vorab "hinter den Kulissen" entschieden wurde.
Wir wünschen uns, dass das Thema Bürgerbeteiligung auch bei uns in Remchingen auf kommunaler Ebene genauso vorbildlich umgesetzt wird. Zum Beispiel sind Themen wie die Gemeindeentwicklung und ein noch zu führender Dialog über eine mögliche Modernisierung des Rathauses hierfür geradezu prädestiniert!
Till Siegenthaler

04.04.13

Ortsmitgliederversammlung

Am Do, den 04.04. fand unsere diesjährige Mitgliederversammlung statt. Es standen ein Rückblick auf das vergangene Jahr, die Entlastung der Vorstandschaft, eine Satzungsänderung und Neuwahlen auf dem Programm.

Der Rückblick der Vorsitzenden Klaus Fingerhut und Till Siegenthaler würdigte vor allem die erfolgreiche Aktion für die Frauenparkplätze am Bahnhof, unser 1. Sommerfest an der Bärenhütte und den Besuch des Naturschutzzentrums Ruhestein im Rahmen des Ferienprogramms der Gemeinde. Aber auch der Einsatz für die A8-Tunnelröhre in Darmsbach und die Beteiligung an den Gemeindeentwicklungs-Veranstaltungen sowie der Infostand zur Kirchweih wurde von ihnen positiv bewertet. Als schade wurde jedoch empfunden, dass die Beteiligung am Weihnachtsdorf auf Grund äußerer Umstände nicht zustande kommen konnte.

Nach den anschließenden Berichten der Vorstandsmitglieder und der Rechnungsprüferin wurde die Vorstandschaft von den nahezu vollständig erschienenen Mitgliedern einstimmig entlastet.

Danach begann der arbeitsintensive Teil der Versammlung, indem von Klaus Fingerhut der Vorschlag einer Neufassung unserer Satzung vorgestellt wurde. Die wichtigsten Neuerungen waren die Gleichberechtigung der Vorstandschaft, die sich aus 3-5 Mitgliedern zusammensetzen soll, die Ausdehnung der Wahlperiode von 1 auf 2 Jahren und die Erleichterung der Wiederwahl für eine 3. Amtsperiode. Nach intensiver Diskussion wurde die Neufassung dann einstimmig verabschiedet.

Gemäß dieser neuen Satzung wurden dann auch die Neuwahlen durchgeführt. Als Kassenwartin hat sich erneut Conni Schröder zur Wahl gestellt und wurde mit nur einer Enthaltung wiedergewählt. Als Rechnungsprüfer wurden Silke Secka und Dieter Braun gewählt. Für die restliche Vorstandschaft bewarben sich Till Siegenthaler, Klaus Fingerhut und Thomas Walther. Alle drei wurden ebenfalls mit nur einer Enthaltung einstimmig gewählt, bzw. im Amt bestätigt. Da es keine weiteren weiblichen Bewerberinnen gab, besteht der neue Vorstand nun aus 3 Männern und 1 Frau. Die einzelnen Vorstandsbereiche und -aufgaben verteilt der Ortsvorstand in seiner nächsten Sitzung unter seinen Mitgliedern.

Der alte und neue Vorstand v.l.n.r.: Klaus Fingerhut, Till Siegenthaler, Conni Schröder, Thomas Walther

Ein abschließender Ausblick auf das laufende Jahr 2013 nannte die Bundestagswahlen in diesem Jahr und die Kommunalwahlen 2014 als wichtige Punkte. Ferner die Arbeit an einem Vorschlag für ein Radwegekonzept für Remchingen, sowie die intensive Beschäftigung mit weiteren anstehenden kommunalen Themen. Außerdem soll wieder ein Angebot für das Ferienspielprogramm gemacht und ein Sommerfest durchgeführt werden.

06.03.13

Renate Künast im Kulturhaus Osterfeld

Am 6. März war die Vorsitzende der GRÜNEN Bundestagsfraktion, Renate Künast, zu Gast im Kulturhaus Osterfeld - vom Ortsverband waren Thomas Walther und Till Siegenthaler dabei.
Frau Künast sprach im Rahmen der neuen Reihe des Osterfeld "Das Gespräch – Fragen zur Zeit". Ihr Vortrag und die anschließende Diskussion mit PZ-Verleger Thomas Satinsky und Chefredakteur Magnus Schlecht standen unter dem Motto "Zur Sonne, zur Arbeit, zum Zug: Energiewende und Mobilität im 21. Jahrhundert“. Es ging also um Themen der Zeit, die uns alle brennend interessieren.
Nach einer kurzen Einleitung durch Osterfeld-Chef Gerhard Baral, der Renate Künast vorstellte und ihren Werdegang umriss, ging es sofort zur Sache:
Natürlich wurden die Energiewende und deren Kosten diskutiert - aber "wieviel mehr kostet es am alten Status Quo festzuhalten? Die Strompreissteigerungen der letzten Jahre sind zum weitaus größeren Teil den steigenden Kosten der fossilen Energieträger Gas und Öl als der Energiewende selbst geschuldet!", betonte Renate Künast. Auch gibt es bei der Umsetzung handwerkliche Schwächen und eine ungerechte Verteilung der Kosten zu Ungunsten kleiner Betriebe und privater Verbraucher.
Dass grüne Politik immer auch einen besonderen Fokus auf Bus, Bahn und öffentlichen Nahverkehr legt, war klar. Umso bedauerlicher fand Renate Künast natürlich die Mittel, die bei "Stuttgart 21" vergraben werden und folglich an anderer Stelle fehlen.
Sympatisch, souverän und unprätentiös beantwortete Frau Künast selbst kritischste Fragen, zeigte sich zu allen angesprochenen Themen kompetent und erklärte die Zusammenhänge ohne zu zögern. Mit ihren gut gesetzten Pointen und auch dem einen oder anderen kleinen Seitenhieb auf die "politischen Mitbewerber" hatte sie auch immer wieder die Lacher im Saal auf ihrer Seite. Nicht zuletzt outete sich Renate Künast auch als Genussmensch: Sie kocht und isst gerne und bei gutem Wein kann sie richtig ins Schwärmen geraten.
Kurioserweise fand die Veranstaltung just am 30. Jahrestag des erstmaligen Einzugs der GRÜNEN in den Bundestag statt. Welches der damals vielfach belächelten Themen der GRÜNEN ist nicht mittlerweile in der Mitte der Gesellschaft angekommen?
Wir danken für einen äußerst unterhaltsamen, informativen und interessanten Abend!

31.01.13

Kreismitgliederversammlung und Termine

Als Vertreter bei der Bundesdelegiertenkonferenz in Berlin (26. bis 28. April) wählte die Kreismitgliederversammlung am 31. Januar Stefanie Barmeyer (Pforzheim) und Klaus Fingerhut (Remchingen). Ersatzdelegierte sind Lara Siegl und Johannes West (beide Grüne Jugend). Die Ersatzdelegierten fahren mit nach Berlin und werden die Atmosphäre eines eng getakteten Parteitags erleben, der das Bundestagswahlprogramm von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN beschließt.

Am 6. März 2013 um 20:00 Uhr spricht und diskutiert Renate Künast (Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/ Die Grünen im Bundestag) im Kulturhaus Osterfeld in Pforzheim. Im Zentrum des Abends stehen Fragen zur Energie- und Mobilitätspolitik: Wie der Wandel gelingt, ob er für den Endkunden bezahlbar bleibt und welche Alltagsveränderungen dies mit sich bringt. Außerdem werden Magnus Schlecht, Chefredakteur der Pforzheimer Zeitung, und deren Verleger Thomas Satinsky tagesaktuelle Themen ansprechen. Der Eintritt ist frei.

Wir alle brauchen Wasser - zu bezahlbaren Preisen. Die EU-Kommission hat jedoch ein Vorhaben angeschoben und durch einen wichtigen Ausschuss gebracht, der es Stadtwerken und kommunalen Zweckverbänden schwer und uns Verbrauchern teuer machen könnte. Manche Kommune muss vielleicht ihre Trink- und Abwasserversorgung privatisieren, selbst wenn ihre BürgerInnen dies nicht wollen. Die grüne Europafraktion und die Europäische Bürgerinitiative „Right2Water“ lehnen dies ab. Schon 2010 lag der Trinkwasserpreis der privatisierten Wasserversorger in Baden-Württemberg mit 2,05 € im Schnitt um 21 Cent höher als der Kubikmeterpreis in kommunal versorgten Gebieten. Gegen das Vorhaben der EU-Kommission können Sie unter www.right2water.eu/de aktiv werden. Weitere Informationen beim WDR www.wdr.de/tv/monitor/sendungen/2012/1213/wasser.php5 .
Menschenrecht auf Wasser? Die Troika aus EU-Kommission, EZB und IWF verlangt von den südeuropäischen Krisenländern schon jetzt die Privatisierung der Wasserversorgung. Wasser wird dort deutlich teurer: In Portugal stieg der Wasserpreis um das 4-fache. Damit befassen sich Heide Rühle (Abgeordnete von Bündnis 90/ Die Grünen im Europaparlament), der Amtschef des baden-württembergischen Umweltministeiums Helmfried Meinel, ein Vertreter des Verbands kommunaler Untrenehmen, Medienvertreter und Gewerkschafter am 28. Februar 2013 um 19:00 Uhr im Literaturhaus Stuttgart: http://www.heide-ruehle.de/heide/fe/pub/de/dct928.

20.01.13

Neujahrsempfang im Schmuckmuseum Pforzheim

Spiegelglatt waren Straßen und Wege am 20. Januar und so manche/r musste unserem Neujahrsempfang wegen des Eisregens fern bleiben. Dennoch fanden sich am Sonntagvormittag rund 60 Gäste und Mitglieder von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN im Café im Schmuckmuseum ein. Unter Ihnen die auf glattem (politischen) Parkett geübten Mandatsträger - unsere Abgeordneten im Bundestag und im Landtag Memet Kilic (MdB) und Alexander Salomon (MdL). Sie und alle die kamen, erlebten einen gelungenen Auftakt für das Bundestagswahljahr 2013.

Katrin Lechler vom Kreisvorstand eröffnete den offiziellen Teil und Alexander Salomon folgte mit einer launigen Rede zu den Highlights der Landespolitik. Erstmals war unsere örtliche Grüne Jugend mit einem Redebeitrag vertreten. Ihr Sprecher Johannes West ging sehr eindringlich auf den bald wiederkehrenden Gedenktag der Zerstörung Pforzheims ein und forderte, dass dieser traurige Anlass nicht von rechtsextremen Gruppierungen mißbraucht werden dürfe. Auch Memet Kilic ging in seiner Rede auf rechtsextreme Bedrohungen für unser Zusammenleben in Deutschland ein. Er berichtete von der Aufarbeitung der NSU-Morde im Bundestagsausschuss und der fragwürdigen Rolle verschiedener Landesverfassungsämter. Seine kämpferische Rede, in der er die Ziele der GRÜNEN für die kommende Bundestagswahl darlegte, gab viele Anknüpfungspunkte für das politische Gespräch im Anschluss.


24.12.12

Frauenparkplätze und Festtagswünsche

Liebe Remchinger Mitbürgerinnen und Mitbürger,

wir freuen uns sehr, dass die Gemeinde unsere Initiative aufgegriffen hat, am Bahnhof Frauenparkplätze zu schaffen. Der Stein kam ins Rollen, nachdem wir bei Umfragen eine breite Unterstützung hierfür zeigen konnten. Die Frauenparkplätze stehen ab sofort zur Verfügung.

Wir möchten uns auch bei allen Bürgern bedanken, die uns Ihre ausgedienten Handys gebracht haben und so die Sammelaktion der Carl Dittler-Realschule unterstützt haben.

Wir vom GRÜNEN Remchinger Ortsverband wünschen Ihnen allen, Ihren Familien und Freunden geruhsame Festtage im Kreis der Lieben. Kommen Sie gut und gesund in das neue Jahr. Wir freuen uns auf ein gemeinsames ereignisreiches 2013.

21.11.12

Mit Winfried Hermann "Für eine neue Kultur der Mobilität"

Der Saal im Kulturhaus Osterfeld war bis zum letzten Platz gefüllt als Winfried Hermann, der GRÜNE Landesminister für Verkehr und Infrastruktur, am 21.11. über umweltverträgliche Verkehrskonzepte und Verkehrsmittel sprach. Vom remchinger GRÜNEN Ortsverband waren Till Siegenthaler, Thomas Walther und Klaus Fingerhut dabei. Manches passte gut zu den remchinger Gemeindeentwicklungsthemen.
Gerade für ältere Menschen auf den Dörfern werden Nahverkehrslösungen wie Bürgerbusse oder Sammeltaxis immer wichtiger. Die Zukunft wird sich mehr mit dem Bus- und Bahnverkehr beschäftigen und das Rad als Zubringer zum öffentlichen Nahverkehr und als Verkehrsmittel der kürzeren Wege wird eine größere Rolle übernehmen. Zur neuen Kultur der Mobilität gehören aber auch die eigenen Füße.
Konzeptionen dürfen aber nicht die Alltagsprobleme - insbesondere die des Schienenalltags - ausblenden. Von uns auf die dauernden Verspätungen und leider auch Zugausfälle der S5 angesprochen, machte der Minister deutlich, dass dies auch ein Managementproblem sei. Dem könne die Landesregierung mit den bestehenden Nahverkehrsverträgen nicht sehr wirkungsvoll begegnen. Sein Ministerium werde dies bei der anstehenden Neuausschreibung der Verträge ändern. Er griff die Anregung aus dem Publikum auf, bei weiter zunehmenden Beschwerden die karlsruher Geschäftsführung zu Gesprächen nach Stuttgart zu bitten.
Der Strassenverkehr wird bleiben. Den Güterverkehr weitgehend auf die Schiene zu bringen, sei nach heutigem Stand nicht realistisch. Angesichts knapper Finanzmittel liege der Schwerpunkt der Landesregierung auf dem Erhalt des Straßennetzes. Einprägsam stellte Winnie Hermann den Sanierungs- und Baustau der Vergangenheit dar. Er begründete die Entscheidung seines Ministeriums zu Gunsten der pforzheimer Westtangente im Bundesfernstraßenbau. Auch beim Landesstraßenbau beginne man die Bauvorhaben nachvollziehbar zu bewerten und zu priorisieren.
Winnie Hermann wies darauf hin, dass sich Autos und Autofahren verändert haben. Ältere Autofahrer haben das energiesparende Fahren anders gelernt. Daher bezuschusst das Land Energiesparfahrkurse mit 30 € und die Broschüre „Energiesparend fahren" gibt Tipps für sparsamen und umweltfreundlichen Fahrstil (näheres unter http://www.mvi.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/66229/).

21.10.12

Und die Sonne lachte über Remchingen...

Wie schon letztes Jahr freute sich wieder ganz Remchingen über das tolle Wetter am Kirwe-Sonntag. Wir GRÜNE waren mit unserem Infostand mit dabei.

Es ergaben sich jede Menge nette Gespräche. Viele Passanten blieben einfach auf einen kurzen „Plausch“ bei uns stehen, stärkten sich mit einem Apfel oder nahmen sich ein Info-Blatt zum Energiesparen mit. Auch unsere Aktion mit der Rücknahme von Alt-Handys zu Gunsten der Carl-Dittler-Realschule war ein voller Erfolg (es können auch weiterhin an der Schule Handys zum Recyclen abgegeben werden). Natürlich wurden wir auch immer wieder auf die laufende und zu diesem Zeitpunkt noch unentschiedene Oberbürgermeisterwahl in Stuttgart angesprochen. Über deren Ausgang konnten wir da natürlich nur genauso spekulieren, wie alle anderen auch. Inzwischen wissen wir: Fritz Kuhn hat es geschafft. Auf diesem Weg möchten wir ihm, den Stuttgartern und dem ganzen Ländle zur ersten deutschen Landeshauptstadt mit einem GRÜNEN Oberbürgermeister gratulieren!

19.09.12

OV stellt Delegierten für Bundesdelegierten-Konferenz

Auf der Mitgliederversammlung des Kreisverbands Pforzheim/Enzkreis wurden Delegierte für die Bundes-Konferenz (BDK) am 16 - 18.11. in Hannover und die Landesdelegierten-Konferenz (LDK) am 30.11. - 2.12. in Böblingen gewählt. Als einer von 2 Delegierten fährt nun unser Vorstandsmitglied Klaus Fingerhut zur Bundeskonferenz und vertritt dort den Kreis bei den dortigen Beschlussfassungen. Als einer von 4 Ersatzkandidaten für die LDK ist Thomas Walther gewählt worden. Wir wünschen den Delegierten für ihre erste Konferenz ein sicheres "Händchen" bei den Abstimmungen.

06.09.12

Tagestour zum Ruhestein im Rahmen des Ferienprogramms der Gemeinde

Bei schönstem Wanderwetter brachen am 6.9. insgesamt 35 remchinger und kelterner Jugendliche zu einer Tagestour in den Bannwald am Ruhestein auf. Begleitet wurde die quirlige Gesellschaft von 7 Betreuern beider GRÜNER Ortsverbände und des GRÜNEN Kreisverbandes.
Am Naturschutzzentrum Ruhestein wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe bekam einen Naturpädagogen des Naturschutzzentrums als Führer in den wilden Bannwald. Die Jüngeren waren gut 2,5 Stunden und die Älteren rund 3,5 Stunden unterwegs.
Eindrucksvoll begann es mit dem Wechsel vom Nutzwald in die Wildnis des hundertjährigen Bannwaldes. Die Führer erklärten die vom Menschen unangetastete Waldgemeinschaft, die mit allen Sinnen ertastet, gerochen, gehört und bestaunt wurde. Sehr anschaulich war der Wert toter Bäume und der Pilze für das neu entstehende Waldleben. Auch der Specht zeigte, wofür er gut ist.


Biss- und Nagespuren in Nadelbaumzapfen wiesen auf unterschiedlichste Tiere hin. Für ganz Neugierige gab es ein Tierquiz und eine Höhlenschau. Und natürlich wurden auch dicke Eichen und große Wurzelteller (bis zu einer gewissen Höhe) erklommen.
Dank der beiden Führer des Naturschutzzentrums mussten die Brötchen (Dank an Till Siegenthaler) nicht der Wegmarkierung dienen und konnten im Anschluss an die Tour zusammen mit mitgebrachtem Grillgut verzehrt werden. Dem großen Durst aller Teilnehmer fiel dann noch die Getränkereserve zum Opfer. Auch das Eis beim Zwischenstopp an der Schwarzenbachtalsperre war wohlverdient. Gegen 19 Uhr erreichte der Bus die Kulturhalle in Remchingen und lieferte alle Teilnehmer wohlbehalten ab. Dank der Vorbereitung durch Frau Angermann von der Gemeinde Remchingen konnten zuvor alle Eltern über die Ausflugsverlängerung telefonisch informiert werden.
Wir danken allen Helfern, den Gemeinden Keltern und Remchingen und dem GRÜNEN Kreisverband Pforzheim/Enz, der unsere Tour bezuschusst hat.

16.07.12

Veranstaltung der Gemeinde Remchingen zur Bürgerbeteiligung am Gemeindeentwicklungskonzept 2030

Das für eine Gemeinde unserer Größenordnung nicht selbstverständliche Vorhaben fand bei unserem letzten Ortsverbandstreffen großes Lob. Besonders positiv wurde die angekündigte breite Bevölkerungsbeteiligung beurteilt. Nach Durchsicht des anspruchsvollen Konzeptes des Planungsbüros Accocella waren wir uns aber einig: Für eine umfassende Bürgerbeteiligung sollten mehr als die zwei von der Gemeinde bisher vorgesehenen Workshops angeboten werden. Bereits die Aufbereitung und Verständlichmachung der vielen Unterthemen dürfte den Organisatoren der Workshops einiges abverlangen. Eine umfassende Meinungsbildung in der Bevölkerung und deren Einbindung ist im Rahmen des geplanten engen zeitlichen Korsetts kaum möglich.
Wir wünschen uns eine aktiv gestaltete Zukunft unserer Gemeinde, bei der die notwendigen Investitionen für ein attraktives und l(i)ebenswertes Remchingen 2030 von möglichst weiten Teilen der Bevölkerung getragen werden.

11.07.12

Bundestagswahl 2013:

Memet Kiliç als GRÜNER Wahlkreiskandidat bestätigt

Klaus Fingerhut (li.) und Till Siegenthaler (re.) gratulieren Memet Kılıç zu seiner Nominierung

Bei der Aufstellungsversammlung des Kreisverbandes am 11.07.2012 wurde unser Bundestagsabgeordneter Memet Kılıç einstimmig (bei einer Enthaltung) zum GRÜNEN Kandidaten des Wahlkreises 279 Pforzheim / Enzkreis für die kommende Bundestagswahl nominiert. Der Abstimmung voraus ging eine lebhafte Diskussion über seine momentane Arbeit u.A. im Innenausschuß des deutschen Bundestages und die Entscheidungsfindung der Abgeordneten im Allgemeinen. Hierbei lieferten die europäische Banken- und Finanzkrise mit der Zustimmung des Bundestages zu Europäischem Stabilitätsmechanismus (ESM), Fiskalpakt und der Änderung eines der Gründungsverträge der EU, sowie die dreiste Änderung der Vorlage zum Meldegesetz reichlich Gesprächsstoff.
Dem folgte eine äußerst charmante Bewerbungsrede, bei der aus Memet Kiliç der Politiker und Mensch sprach und die Versammelten für sich einnahm. Er berichtete aus seiner politischen Arbeit mit ihren Schwerpunkten im Innen- und im Petitionsausschuss des Bundestages und der Integrationspolitik. Er schilderte seine Pläne und Wünsche für die kommende Legislaturperiode, sowie den Spagat eines Bundestagsabgeordneten, der zugleich ein guter Familienvater sein will.
Unser herzlicher Glückwunsch geht an Memet Kiliç, wir freuen uns auf einen guten Wahlkampf mit ihm und hoffen, dass nach einer erfolgreichen Bundestagswahl die Belange von Pforzheim und dem Enzkreis dann weiter von dem GRÜNEN Abgeordneten Memet Kiliç vertreten werden.

01.07.12

Sommerfest 2012

Am Sonntag den 01. Juli fand unser 1. Sommerfest an der Bärenhütte in Singen statt. Bei leider etwas regnerischem Wetter fanden trotzdem zahlreiche GRÜNE aus den Ortsvereinen aus Keltern und Kämpfelbach den Weg zu uns. Auch der Kreisverband Pforzheim-Enzkreis überbrachte in Person des stv. Vorsitzenden Dirk Barmeyer seine Grüße.
Mit einem Begrüßungs-Sekt aus Walter Appenzellers eigener Produktion, der sichtlich gemundet hat, fing es schon mal gut an. Mit verschiedenen leckeren Fleisch und Wurstsorten konnten sich die Gäste anschließend am Grill versorgen. Unser Grillmeister Peter Schröder hat aber auch interessante Tofu-Variationen aufgelegt, die ihre dankbaren Abnehmer fanden. Die selbst gemachten Salate rundeten das Angebot ab.
Unser Dank geht an Walter Appenzeller aus Keltern, der mit seinen Weinen, aber auch der logistischen Unterstützung, sehr zum Gelingen beigetragen hat.
Alles in allem hat dieses erste Fest seine Bewährungsprobe bestanden, weswegen eine Wiederholung im nächsten Jahr angestrebt wird.

12.06.12

Unterschriftenliste für Frauenparkplätze übergeben

Conni Schröder (Mitte) und Till Siegenthaler (rechts) bei der Übergabe an Bürgermeister Prayon (links)

Letzte Woche fand die Übergabe unserer Unterschriftenliste an den Bürgermeister statt. Für die Einrichtung von 10 Frauenparkplätzen direkt am Bahnhof auf Wiferdinger Seite hatten wir im vergangenen halben Jahr ca. 200 Unterschriften gesammelt. Bürgermeister Prayon nahm die Liste dankend entgegen und sicherte eine Überprüfung der damit verbundenen Thematik zu. Ausser der Parkplatzsituation liegen nämlich ähnliche Anforderungen, wie z.B. ein barrierefreier Zugang, der Gemeinde zur Prüfung bereits vor, so der Bürgermeister.
Im anschließenden fast 1,5 stündigen Gespräch wurden noch einige weitere Themen der Gemeindepolitik angesprochen, wie z.B. die Situation für die Jugend in Remchingen. Wir GRÜNE wünschen uns zur Verbesserung der Situation im Jugendzentrum eine verlängerte Aufenthaltsmöglichkeit bis 22:00 Uhr und mehrere Anlaufstellen, um möglichst vielen Gruppen den Zugang zum Angebot der Gemeinde zu ermöglichen. Der Bürgermeister verwies auf die Komplexität der Thematik und dass die Jugend auch ihm seit seiner Amtsübernahme ein Anliegen ist. Wir danken dem Bürgermeister für seine Zeit und das konstruktive Gespräch.

15.05.12

Vorstandschaft bestätigt

Bei unserer letzten Mitgliederversammlung am 15.5.2012 standen neben dem Jahresrückblick und der Vorausschau auf die kommenden Aufgaben auch turnusgemäß die Neuwahl der Vorstandschaft auf dem Plan.
Im Rückblick auf das vergangene Jahr, das gleichzeitig dem ersten nach unserer Neugründung entsprach, erinnerte unser 1. Vorsitzender Till Siegenthaler an die damals direkt anstehende Landtagswahl, an deren Wahlkampf-Geschehen wir sofort unmittelbar mit mehreren Aktionen erfolgreich teilgenommen hatten. Anschließend erfolgte dann die Aufnahme der politischen Arbeit durch regelmäßige offene Vorstandstreffen und Präsenz bei Gemeindeveranstaltungen oder dem Tag der offenen Tür des BDS.
Inzwischen sind wir Mitglied bei den Grünen alternativen Räten in Baden-Württemberg und Teilnehmer bei diversen Landesarbeitsgemeinschaften der Grünen im Land.
In Zukunft wollen wir uns hier vor Ort den Themen sicherer Schulweg und Jugendzentrum verstärkt widmen und auch bei der Gemeindeentwicklung tatkräftig mitwirken.
Vor den abschließenden Wahlen wurde die gesamte Vorstandschaft einstimmig entlastet und ebenso einstimmig für ein weiteres Jahr wiedergewählt. 

Gewählt wurden (v.l.n.r.): stv. Kassiererin: Carola Siebler, 2. Vorsitzender: Klaus Fingerhut,  Pressewart: Thomas Walther, 1. Vorsitzender: Till Siegenthaler, Kassiererin: Conni Schröder

Die anwesende Kreisverbandsvorsitzende Kathrin Lechler wünschte den Gewählten viel Erfolg und Ausdauer, da die kommenden Herausforderungen wie z.B. die Bundestagswahl bereits vor der Tür stehen und dankte dem OV Remchingen nochmals für den tollen Start und die Belebung der politischen Arbeit der GRÜNEN hier im westlichen Enzkreis.

20.04.12

Reform des Kommunalrechts – Diskussionsbericht

Demokratie wächst von unten und lebt vom Mitmachen. Das gilt besonders für die Politik vor Ort: In Gemeinden, Städten und Landkreisen wird Politik für die Bürgerinnen und Bürger anfassbar. Bündnis 90/Die Grünen machen sich deshalb für demokratische Kommunen stark: Für mehr Beteiligung, öffentliche Debatten und transparente Entscheidungen. Der Koalitionsvertrag von Grünen und SPD sieht daher vor, Gemeindeordnung, Landkreisordnung und Kommunalwahlrecht zu reformieren.
Unsere Landtagsfraktion hatte für den 20. April zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung eingeladen. Moderiert wurde die Veranstaltung von der kommunalpolitischen Vereinigung von Bündnis 90/Die Grünen (http://www.gar-bw.de/home.html). Die Vorschläge der Landtagsfraktion zielen auf ein Mehr an Demokratie, eine Stärkung der Rechte von Gemeinderat und Kreistag sowie Verbesserungen im Wahlverfahren für Landräte und Landrätinnen und den Gemeinderat.
Aus dem Kreisverband und dem Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen nahmen Katrin Lechler (geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Kreisverbandes und Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft Demokratie) und Klaus Fingerhut (stellv. Vorsitzender des Ortsverbands) teil. Ca. sechzig MandatsträgerInnen und Interessierte diskutierten den gegenwärtigen Arbeitsstand der Grünen Landtagsfraktion: Bürgerentscheide auch zu Bauleitplänen und zu Gemeinderatsbeschlüssen, verstärkte Öffentlichkeit von Gemeinderatsbefassungen und Veröffentlichung zugehöriger Informationen der Verwaltung, Stärkung der Teilnahme von Jugendlichen und Nicht-EU-BürgerInnen, durchgängiger Übergang zu einer gerechteren Wählerstimmengewichtung usw.
In früheren Legislaturperioden hatten Grüne und SPD bereits Gesetzesentwürfe vorgelegt, die Sie beim Landtag von Baden-Württemberg unter den Drucksachennummern 14/3272 bzw. 13/4263 nachlesen können (http://www.landtag-bw.de/dokumente/parlamentsdokumentation/index.asp).

Die 10 wichtigsten Vorhaben aus dem Koalitonsvertrag, die sich unmittelbar auf die Kommunen auswirken.

11.03.12

Mit den GRÜNEN zur EU

Das Büro der GRÜNEN EU-Abgeordneten Heide Rühle ermöglicht geförderte Gruppenreisen zur EU nach Brüssel. Neben einem Besuch des Europäischen Parlaments und anderen Informationen steht ein Treffen mit unserer EU-Abgeordneten Heide Rühle auf der Tagesordnung. Das weitere Programm der meist 3-tägigen Reisen wird je nach Gruppenzusammensetzung festgelegt. Es beinhaltet üblicherweise auch eine Stadtführung. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich beim GRÜNEN Vorstand (e-mail: vorstand@gruene-remchingen.de) oder telefonisch bei Till Siegenthaler (314663) und Klaus Fingerhut (78616) melden. Gerne können Sie uns europäische Themen und zusätzliche brüsseler Besuchsziele vorschlagen.

15.02.12

Beeindruckende Führung bei der SITA in Ölbronn

 Zusammen mit einer Schülerprojektgruppe der Bergschule Singen besichtigten wir am 15. Februar die Wertstoffsortieranlage der SITA in Ölbronn, die dort für den Enzkreis und im Auftrag der DSD („Duales System Deutschland“ – „Grüner Punkt“) die Sortierung der Wertstoffe aus den „GRÜNEN Tonnen“ vornimmt. Hierbei gab es neben einer Menge kaum vorstellbarer Zahlen (33.000t/Jahr Wertstoffe der Fraktion „flach“ und 55.000t/Jahr der Fraktion „rund“) vor allem auch eine Führung durch die gesamten Sortieranlagen von der Anlieferung über die Sortierung bis zur Verpackung zum Abtransport und zur Weiterverwendung.
Neben einigen großen, lauten und automatisierten Sortiermaschinen kommt hier vor Allem doch jede Menge „Handarbeit“ zum Einsatz.
"Heutzutage gibt es große Kapazitäten für die Müllverbrennung und Müllkraftwerke, aber es gibt prinzipiell einen Vorrang für die Verwertung vor dem Verbrennen", so ein Mitarbeiter.
Einen großen Wunsch haben die Mitarbeiter der Sortieranlage der SITA an die Bürger: „Bitte keine Tüten in die Fraktion „Rund“, vor allem keine zugebundenen Tüten… das würde die Arbeit der Sortierer enorm erleichtern!

24.01.12

Politikwechsel hat begonnen - in Regierung und grüner Fraktion

Kommunales im Koalitionsvertrag

Grüne und SPD haben im Koalitionsvertrag beschlossen, das Prinzip der Nachhaltigkeit in allen Bereichen zu verwirklichen, soziale Sicherheit und Teilhabe für alle zu ermöglichen und eine neue demokratische Beteiligungskultur zu entwickeln.
Diese Ziele sind nur zusammen mit den Kommunen zu erreichen und ihre schrittweise Umsetzung wird sich auf der kommunalen Ebene widerspiegeln. Die 10 wichtigsten Vorhaben aus dem Koalitonsvertrag, die sich unmittelbar auf die Kommunen auswirken.

23.12.11

GRÜNER Jahresrückblick und Feiertagswünsche

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Freundinnen und Freunde der GRÜNEN, wir blicken auf ein sehr turbulentes Jahr zurück – ich denke aus unser aller Sicht, aber auch ganz besonders aus GRÜNER Sicht. Für uns GRÜNE vor Ort war dies das erste Jahr seit der offiziellen „Wiederbelebung“ unseres Remchinger Ortsverbandes Anfang Februar diesen Jahres. In der Folge erlebten wir Alle, wie Japan die furchtbare Heimsuchung durch Erdbeben, Tsunami und Fukoshima erleiden musste. Bei der anschließenden Landtagswahl wählten Sie, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, den auch aus GRÜNER Sicht besonders erfreulichen Politikwechsel. Es war wohl ein buntes Spektrum an Themen und Ereignissen, das uns allen den bisher ersten GRÜNEN Ministerpräsidenten der Geschichte beschert hat. Neben den äußeren Rahmenbedingungen seien hier auch besonders die herausragende Persönlichkeit und Integrationsfähigkeit von Winfried Kretschmann hervorgehoben. Aber sicherlich haben insbesondere auch die Verlässlichkeit und das ausgewogene Programm GRÜNER Politik und der Wille zu mehr Bürgerbeteiligung, jeder für sich und alle gemeinsam dazu geführt, dass Sie, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, in bisher nicht da gewesenem Umfang den GRÜNEN Ihr Vertrauen ausgesprochen und große Verantwortung übertragen haben. Hiermit hat unser „Musterländle“ wieder einmal seine Fortschrittlichkeit unter Beweis gestellt. Der Wechsel wird bei vielen Themen einen Neubeginn bringen. Vieles Bewährte wird fortgeführt, andere Themen, die bisher der Ausführung harrten, können jetzt endlich konkret angepackt werden. Dies alles wird unter der Maxime „mehr Bürgerbeteiligung“ und „Politik des Gehörtwerdens“ umgesetzt werden.
So dürfen wir auf das kommende Jahr gespannt sein. Bleibt die Hoffnung, dass die allgegenwärtigen Krisen - seien es globale oder europäische, finanzielle oder wirtschaftliche und andere mögliche Konflikte nicht überhand nehmen. Es wäre bedauerlich, wenn uns so der Blick auf regionale Themen verstellt würde oder die Chancen für positive Veränderungen vor unserer Haustür, in Remchingen und im Enzkreis, aus den Augen verloren gingen.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen im Namen des GRÜNEN Ortsverbandes geruhsame Feiertage mit der Möglichkeit zur Erholung und zum Feiern im Kreis Ihrer Lieben. Kommen Sie gut ins neue Jahr! Uns Allen ein erfolgreiches und friedliches 2012!

Till Siegenthaler für den Ortsverband Remchingen von Bündnis90 / die GRÜNEN

17.11.11

PZ-Veranstaltung "Stuttgart 21 - Pro und Kontra"

Die PZ-Veranstaltung „Stuttgart 21 – Pro und Kontra“ brachte eine rege Diskussion: Der Ludwigsburger Rechtsprofessor Peter Faiß, GRÜNEN Politiker und ehemaliger Kreisvorstand von Esslingen und Gründer der Gruppe „Juristen für S21“, vertrat als „Exot“ in der GRÜNEN Partei das PRO-Stuttgart 21 Lager und erwartet hohe Ausstiegskosten - Matthias Lieb (Verkehrsclub Deutschland – VCD) vertrat als erklärter Gegner die KONTRA-Seite, führt Verschlechterungen bei den Verbindungen und Anschlusstaktungen in unserer Region ins Feld. Hier folgte keiner den Argumenten des anderen. Ob Stuttgart 21 vorhandene Kapazitäten überhaupt erweitern kann, blieb offen. Schadenersatzbefürchtungen (Faiß: bis zu 1,5 Mrd. €; Lieb: 350 Mio. €) stehen ungewisse Kosten eines Festhaltens am Projekt gegenüber. Laut Peter Faiß müsse sich das Land an allen Kosten oberhalb von 4,5 Mrd. € mit 20% beteiligen. Der Finanzierungsvertrag sieht hingegen nur eine Verhandlungsklausel vor und die Landesregierung hat erklärt, sich keinesfalls an weiteren Mehrkosten zu beteiligen. Was das Land also im Falle einer Projektfortführung über die vereinbarten 930 Mio. € hinaus zu zahlen hätte, konnte niemand überzeugend beantworten. Die Bahn informiert seit einiger Zeit nicht mehr konkret über den Kostenstand.

Bei einigen Punkten herrschte aber Einigkeit: Beide Seiten sind für den Ausbau des öffentlichen Schienenverkehrs, beide wollen einen moderneren, leistungsfähigeren Bahnhof, beide Seiten sind Befürworter der neuen Schnellbahnstrecke von Stuttgart nach Ulm. Einig war man sich auch, dass die Bevölkerung intensiver an solch wichtigen Projekten beteiligt werden soll, dann aber schon zu einem früheren Zeitpunkt.

16.10.11

Infostand am Kirchweihsonntag

Am Sonntag, den 16. Oktober, waren wir mit einem Infostand auf der Remchinger Kirwe vertreten. Die Sonne lachte und schickte uns ihre kostenlose Energie im Überfluss. Den vorüber flanierenden Besuchern wurden von uns leckere Äpfel aus Wilferdingen angeboten, die gerne angenommen wurden. So kam auch das ein oder andere Gespräch zustande. Zu Besuch kamen neben dem Bürgermeister und der BDS-Vorsitzenden auch der Kreisvorsitzende der Grünen Emre Nazli. Unsere Unterschriften-Aktion für Frauenparkplätze am Bahnhof in Wilferdingen war ein voller Erfolg, alleine an diesem Sonntag konnten wir über 100 Unterschriften sammeln. In den kommenden Wochen möchten wir daher an verschiedenen Standorten, wie z.B. am Bahnhof oder in Nöttingen, die Unterschriftensammlung  fortsetzen. Es ist geplant, die Unterschriften Ende des Jahres beim Bürgermeisteramt abzugeben. Über den Verlauf dieser Aktion werden wir dann natürlich berichten.

Beim Plausch in der Kirwe-Sonne: Conni Schröder, Emre Nazli, Till Siegenthaler, Bürgermeister Prayon und BDS-Vorsitzende Zipse-Trautz.

20.09.11

 Wer aussteigt, muss auch einsteigen!

…stellte schon der GRÜNE Landesumweltminister Franz Untersteller fest. Ein Ausstieg aus der konventionellen Energieversorgung und der Ausbau der regenerativen Energien ist ohne den gleichzeitigen Ausbau von Speichertechnologien nicht zu haben.

Um dieses brandaktuelle und hochinteressante Thema näher kennen zu lernen trafen sich einige Mitglieder des Remchinger GRÜNEN Ortsverbandes am Dienstag, den 20. September 2011, in Grunbach zu den 4. Engelsbrander Energiegesprächen. Unter dem Thema "Wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht - Zur Speicherung von Erneuerbaren Energien" erfuhren wir in drei Kurzvorträgen hierzu jede Menge Neues und Wissenswertes. Dabei wurde schnell klar, dass das Thema momentan eine starke Dynamik erfährt. In Frage kommende Technologien gibt es Viele: von Batterien, über Druckluftspeicher und Pumpspeicherkraftwerke mit Stauseen, bis zu den deutschen Gasnetzen. Hierbei hat jede Technologie ihre eigenen Vor- und Nachteile und unterschiedliche Potentiale, Reifegrade und Kosten.

Kein System der Energieversorgung kommt ohne Reserve- und Speicherkapazitäten aus, weder das herkömmliche noch eines auf der Basis erneuerbarer Energien. Speicherung ist immer dann nötig, wenn die Förderung der Energie und deren Einsatz nicht zeitgleich erfolgen. Im konventionellen Modell findet die Speicherung von Energie im Bereich der Stromversorgung überwiegend vor deren Umwandlung in Strom statt. Solche Speicher sind die Energietransportsysteme, Kohlehalden oder Tanks. Weil Sonnen- und Windkraft nicht vor der Umwandlung in Strom gespeichert werden kann, ist anstelle einer der Stromerzeugung vorgelagerten Speicherung eine nachgelagerte nötig. Stromspeicherung gibt es auch im traditionellen Energiesystem, nur ist die Notwendigkeit dafür geringer, weil die Mittel- und Spitzenlastkraftwerke zur Regelung eingesetzt werden. Der Unterschied zu erneuerbaren Energien liegt also weniger im Speicherbedarf, als vielmehr in der Speicherform und den dafür erforderlichen Investitionen.“ (Quelle: Hermann Scheer: "Der energetische Imperativ", Verlag Kunstmann 2010)

Es gibt Speichertechnologien die bereits voll ausgereift und verfügbar sind. Pumpspeicherkraftwerke mit Stauseen sind hier zu nennen – diese verfügen aber zumindest in Deutschland über begrenzte Kapazitäten und ein eher geringes Ausbaupotential. Denkbar sind hier aber wesentliche größere Kapazitäten im Verbund mit den Alpenländern oder z.B. Norwegen.
In ähnlicher Weise ließen sich auch Überschüsse von Windkraftanlagen in Kavernen und unterirdischen Druckluftspeichern in alten Bergwerken für die spätere Stromerzeugung mittels Gas-Druckluft-Turbinen speichern.

Der Referent Dr. Peter Fischer vom Fraunhofer Institut für Chemische Technologie ICT in Pfinztal stellte die Forschung seines Instituts an Redoxflow-Zellen vor. Grob gesehen kann man diese als eine Mischung aus Baterie/Akku und Brennstoffzellen ansehen. Mit ihnen ist prinzipiell eine relative günstige Speicherung mit hohen Wirkungsgraden und geringen Verlusten bei hoher Standfestigkeit denkbar. Diese Technologie hat allerdings das große Manko der geringen Energiedichte und folglich hohen Platzbedarfs. Ab 2012 wird in Pfinztal mit dem Bau einer Pilotanlage begonnen, die ein Windgenerator mit 2 MW Leistung mit einer Redoxbatterie mit 20 MWh Speichervermögen koppelt. (link: RedoxWind im Pfinztal)

Jörg Sutter, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) e.V. Pforzheim, beleuchtete mit seinem Vortrag "Photovoltaik - Speicherung und Eigenverbrauch" die Möglichkeiten zur Strom-Speicherung im Eigenheim mit Hilfe von Lithium-Akkumulatoren zur Senkung von Stromverbräuchen zu Spitzenlastzeiten.

Das größte Potenzial aber bietet momentan eindeutig das deutsche Erdgasnetz, sowohl, was Übertragungs- als auch was Speicherkapazitäten angeht. Dr. Wolfgang Mexner referierte für Greenpeace Karlsruhe über Windgas als- „Rückenwind für die Energiewende". Wie er hierbei feststellte, dürfte es kaum möglich sein, eine Zukunft mit hohen Anteilen regenerativer Energien ohne die Koppelung unserer Strom- und Gasnetze zu erreichen. Hier können überschüssiger Sonnen- und Windstrom zu Spitzenzeiten in großem Umfang durch Umwandlung in Wasserstoff (Elektrolyse) und Methan eingespeist und gespeichert werden. Greenpeace energy will Pilotanlagen errichten, die den bei Leitungsengpässen oder Starkwind nicht eingespeisten Windstrom in Wasserstoff verwandelt und diesen den Gasnetze zuführen. (link: proWindgas)

National und international wird auf Hochtouren geforscht, wie sich alternative Speichersysteme integrieren lassen. Wie so oft zeichnet sich hierbei momentan noch keine Einzellösung als „Königsweg“ ab. Vielmehr wird es darauf ankommen die verschiedenen Möglichkeiten und Technologien parallel weiter zu entwickeln und sinnvoll miteinander zu verknüpfen. Besonders interessant ist hierbei auch die Frage, was kleinere Energieversorger wie Stadtwerke und die Kommunen vor Ort hierbei leisten können, oder auch was jeder Verbraucher und Hausbesitzer zur Reduzierung der Spitzenlasten zu den Hauptlastzeiten morgens, mittags und abends beitragen kann.

Till Siegenthaler

18.09.11

Gemeinsame Wanderung mit OV Kämpfelbach

Treffpunkt Trais zur Wanderung mit Kämpfelbacher OV Mitgliedern. (3. v. r. Rudolf Figorski)

Am Sonntag, den 18.09. traf sich unser Ortsverband mit dem Ortsverband von Bündnis 90 / Die Grünen Kämpfelbach zu einem Spaziergang rund um den Golfplatz beim Johannesthaler Hof. Rudolf Figorski aus Königsbach stellte uns praktisch sein grünes Wohnzimmer vor und versorgte uns mit vielen Hintergrundinformationen über die Tier- und Pflanzenwelt, aber auch die Welt der Agrarsubventionen. Beim abschließenden gemeinsamen Essen nahmen wir das Berliner Wahlergebnis mit großem Interesse zur Kenntnis, doch stand der Austausch kommunaler Themen im Vordergrund. Von Kämpfelbacher Seite war dies vor allem das Bauvorhaben in Trais und von Remchinger Seite das Baugebiet Billäcker. Darüber hinaus war dies ein willkommener Anlass, sich gegenseitig näher kennen zu lernen.

17.09.11

Landesarbeitsgruppe Wirtschaft, Finanzen und Soziales

Auf Landesebene tagte am 17.9. die Arbeitsgemeinschaft Wirtschaft, Finanzen und Soziales. Aus der Landtagsfraktion nahmen die Abgeordneten Aras (Stuttgart I) und Poreski (Reutlingen) teil, vom Ortsverband war Klaus Fingerhut dabei . Behandelt wurde vor allem das Thema Eurokrise . Heide Rühle (Landesgrüne im Europaparlament) stellte klar, dass die sog. „Eurokrise“ eine fortgesetzte Wirtschafts- und Finanzkrise ist. Ob eine Staateninsolvenz innerhalb des Euro-Währungsraumes die Griechenlandkrise bewältigen könne, wurde sehr skeptisch gesehen. Es gibt hierfür keine Blaupause und sehr viele Gründe, die dagegen sprechen. Sehr interessant war der Hinweis auf die Militärausgaben, einem großen Teil des griechischen Staatshaushalts. Würde die griechisch-türkische Rivalität befriedet, könnte dies das griechische Staatsdefizit deutlich reduzieren.

27.07.11

Zu Besuch im Landtag bei Dr. Bernd Murschel, dem betreuenden Wahlkreisabgeordneten von Bündnis 90 / Die GRÜNEN


Am 27. Juli trafen sich Mitglieder des Kreisverbands Pforzheim-Enz sowie der Kreisverbände Leonberg und Böblingen auf Einladung ihres Grünen Abgeordneten Dr. Bernd Murschel im stuttgarter Landtag. Mit dabei waren Grüne aus Keltern, Feldrennach, Kämpfelbach und Remchingen. Der Besuch war mit einer Führung durch das Landtagsgebäude mit seinem Plenarsaal, den Sitzungsräumen für Ausschüsse und einem großen Forum für öffentlichkeitswirksame Präsentationen verbunden. Im gegenüberliegenden Haus der Abgeordneten belegt die deutlich gewachsene Zahl Grüner Abgeordneter und MitarbeiterInnen jetzt ein ganzes Stockwerk.
Außerdem erlebten wir eine Plenarsitzung, die manchen aus der Gruppe erstaunte. Einigen Abgeordneten der „neuen Opposition“ schien es weniger um den Austausch von Argumenten, als vielmehr um die Praxis des respektlosen Umgangs zu gehen. Dr. Bernd Murschel erklärte danach, dass mancher das Ziel verfolge, die RednerInnen der Regierung und ihrer Fraktionen vor den Besuchern und der Presse aus dem Konzept zu bringen. Ein Austausch der Argumente finde eher in den Landtagsausschüssen statt.
Beim Mittagessen in der Halle des Abgeordnetenhauses waren die zur Schau gestellten Gräben wieder verfüllt und vorbeistrebende CDU-Abgeordnete blieben auf ein freundliches Gespräch. Mit Kaffee und Kuchen ging dann der Besuch zu Ende. Unsere Gruppe nahm einen bleibenden Eindruck von der politischen Arbeit unseres Abgeordneten mit nach Hause. 
Dr. Bernd Murschel ist für alle Remchinger über sein Abgeordnetenbüro in Stuttgart zu erreichen – entweder telefonisch (0711 2063-628) oder per e-mail (Bernd.Murschel@GRUENE.landtag-bw.de).

Übrigens bieten der Landtag und die Grüne Fraktion noch andere Möglichkeiten des Kennenlernens: Interessierte SchülerInnen können hier entweder bei der Fraktionsgeschäftsstelle oder auch bei einzelnen Abgeordneten ein BOGY-Praktikum machen und Politik hautnah miterleben: http://www.bawue.gruene-fraktion.de/cms/service/dok/312/312044.bogypraktikum.html

13.07.11

Besuch bei Biomasseheizwerk und Solarpark Straubenhardt

Auf Einladung der Kreistagsfraktion von Bündnis 90 / Die GRÜNEN besuchten am 13. Juli auch Vertreter des Ortsverbandes Remchingen das Biomasseheizwerk und den Solarpark Straubenhardt. Straubenhardt gilt als Vorreiter der regenerativen Energien. Mit dem Biomasseheizwerk schloss die Gemeinde erstmals in Baden-Württemberg ein neues Gewerbegebiet vollständig an ein Fernwärmenetz auf Holzenergiebasis an. Zwei Wohngebiete, Straubenhardt-Halle, Schulzentrum und Kindergarten, eine betreute Wohnanlage sowie ein großer Industriebetrieb werden inzwischen mitversorgt.
Zunächst begrüßte uns der Bürgermeister-Stellvertreter Herr Vester und ging auch auf die Planung einer Windkraftanlage ein. Wenige Tage zuvor hatte die EnBW in Schopfloch mit dem Bau eines 138 Meter hohen Windkraftanlagenturms begonnen, um den Strom für bis zu 1.180 Haushalten produzieren zu können. Dies verdeutlicht, wie sehr man im Wettstreit mit gut organisierten Energieversorgern steht. Entscheidend ist die Entscheidungsfreudigkeit der Handelnden und der Grundstückseigentümer (Privatpersonen, aber vor allem auch Kommunen, die Kreise, das Land). In Straubenhardt plant man nicht ganz so hoch und hat auf Basis des Windatlas ein Standortgutachten beauftragt, um die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens einschätzen zu können. Die Diskussion um den Naturpark Nordschwarzwald spielt hier keine Rolle, wenngleich die überkommene Rechtslage mancherorts noch als Windradverhinderer dient. Ziel der Gemeinde ist es, den auf ihrem Gebiet verbrauchten Strom selbst in das Netz einzuspeisen.
Durch das Biomasseheizwerk führte uns einer der Inhaber, Herr Schwarz. Er hatte die Idee 2000 mit auf den Weg gebracht und bis Ende 2001 zusammen mit der Gemeinde umgesetzt. Das verfeuerte Holz ist naturbelassen und stammt je zur Hälfte aus Sägewerken und kommunalen Baum- und Strauchschnittsammelplätzen. Baum- und Strauchschnitt müssen aufbereitet werden. Gräser und Laub sind sogar ungeeignet, weil sie zu einer vorzeitigen Korrosion des Heizkessels führen. Es ist daher sehr wichtig, bereits auf den kommunalen Sammelplätzen eine Vorsortierung vorzunehmen. So kann ein vollständiger Ausbrand mit hohem Wirkungsgrad und geringen Emissionen erreicht werden. Die Hausübergabestation ersetzt den üblichen Heizkessel durch einen Wärmetauscher, der die Wärme auf das hausinterne Netz überträgt. Im Sommer wird weniger Fernwärme benötigt, weshalb die Wärmeerzeugung gedrosselt wird. Kann dann mit Holz nicht mehr genau genug dosiert werden, wird die Wärmeerzeugung vorübergehend auf einen Öl- oder Gasbrenner umgestellt.
Der Solarpark Feldrennach wurde auf Anregung der Solarinitiative auf der ehemaligen Deponie als Freilandanlage zur Erzeugung von Solarstrom errichtet. Da die Deponieaufschüttung auf der Fläche von knapp 1,6 ha nach Norden leicht ansteigt, konnten die Modulreihen optimal nach Süden ausgerichtet werden. Herr Heidt führte durch die bislang größte Freiland-Solarstromanlage des Enzkreises. Die ersten Reihen wurden mit 6450 Dünnschicht-Solarmodulen ausgestattet. Module aus amorphem Silizium ohne Schwermetalle wurden bevorzugt. Später wurde mit Fotovoltaikplatten erweitert und heute erreicht die Anlage eine Kapazität von 528 kWp. Die Solarinitiative betreut daneben noch eine Reihe von kleineren Dachanlagen.

11.07.11

Bürgerenergieforum Nordschwarzwald

Am 11. Juli, fand in Höfen/Enz im Hotel Ochsen eine Diskussionsveranstaltung zu möglichen Wegen zur Bürgerenergie im Nordschwarzwald statt. Die Regionalverbandsfraktion von Bündnis 90 / Die GRÜNEN hatte hierzu kompetente Experten eingeladen und konnte eine große Anzahl engagierter Bürger interessieren, sodass der Saal gut gefüllt war.
Im ersten Teil der Veranstaltung gaben Dirk Büscher (Verbandsdirektor Regionalverband Nordschwarzwald) und Arno Schütterle (Fraktionssprecher der GRÜNEN im Regionalverband, in dessen Verbandsversammlung der Kreistag des Enzkreises 18 von insgesamt 54 Mitgliedern entsendet) einen Überblick zum aktuellen Planungsstand in Sachen Ausbau erneuerbarer Energien im Ländle. Eine prominente Rolle wird hierbei auch der Ausbau der Windkraft in unserer Region spielen. Zur Identifizierung geeigneter Gebiete mit ausreichend Wind wurde dieses Jahr bereits der Windatlas für Baden-Württemberg erstellt. Jetzt gilt es, unter Berücksichtigung aller Interessen und Interessengruppen (Eigentümer und Landwirte, Anwohner, Naturschutz, Industrie, Tourismus, etc.) unter den windreichen Gebieten die geeignetsten ausfindig zu machen. Für den zügigen Ausbau müssen zudem verbesserte gesetzliche Rahmenbedingungen geschaffen werden.
Herr Jörg Lehmann von der Bürgerenergie Alpirsbach eG und Herr Günther Garbe, Geschäftsführer Stadtwerke Altensteig, hielten dann zwei hochinteressante Vorträge. Sie schilderten eindrücklich ihre Erfahrungen und die Erfolge, aber auch die Hürden beim Ausbau erneuerbarer Energien in ihren Kommunen. Abgerundet wurde das Ganze mit Beiträgen von Vertretern der genossenschaftlichen GLS-Bank über Finanzierungsmodelle für solche Projekte.
In der anschließenden Diskussion beleuchteten die Teilnehmer das gesamte Spektrum der Möglichkeiten für Bürger und Kommunen, ihre Energieversorgung wieder stärker in die eigenen Hände zu nehmen. Es ging um Netzrückkäufe, Aus- und Aufbau von Stadtwerken, die genossenschaftliche Organisation von Bürgerinitiativen, sowie die möglichen Rollen und Anteile auch anderer regenerativer Energieträger, wie Sonne, Wasserkraft und Biomasse. Schnell wurde klar, dass interessierte Kommunen und Bürger im Wettstreit mit gut organisierten und schnell agierenden großen Energieversorgern und Finanzinvestoren stehen. Eine entscheidende Rolle bei der Frage, wer letztendlich bei den einzelnen Projekten den Zuschlag bekommt, spielt die Geschwindigkeit der Handelnden und die Entscheidungen der Grundstückseigentümer (Privatpersonen, aber vor allem auch Kommunen, die Kreise, das Land), deren Gelände für die Projekte in Frage kommen. So haben es die Kommunen durch ihre Entscheidung, wer den Zuschlag bei Energieprojekten bekommt oder wieweit sie sich bei der eigenen Energieversorgung selber engagieren wollen, auch selbst in der Hand, ob eine dezentralere Energieversorgung mit einer Wertschöpfung vor Ort möglich ist (Gewinne und Umsätze kommen den kommunalen Finanzen und Beteiligten sowie den Bürgern vor Ort zu Gute).
Im ganzen Land und auch in der Region gibt es erfolgreiche und nachahmenswerte Beispiele für das Bestreben nach dem verstärkten Ausbau der regenerativen Energieversorgung unter aktiver Beteiligung der Bürger vor Ort. Mag sich Remchingen über bereits umgesetzte Projekte hinaus hier einreihen?

Nähere Informationen hierzu auch im Dokument "Neue Energie in Bürgerhand".

09.07.11

Klausurtagung GRÜNE Mandatsträger und Mandatsträger befreundeter Listen aus dem Enzkreis in Hohenwart

Am Samstag, den 09.07. traf sich eine Auswahl von Mandatsträgern der Grünen und der verbundenen Liste Mensch und Umwelt aus dem ganzen Enzkreis und Pforzheim im Forum in Hohenwart. Dabei waren neben unseren Vorstandsmitgliedern Klaus Fingerhut und Till Siegenthaler (3.v.l. und 2.v.r. mittlere Reihe) auch unser Bundestagsabgeordneter Memet Kilic und der Landtagsabgeordnete Dr. Bernd Murschel (Leonberg) vertreten (2.v.r und rechts vordere Reihe). Memet Kilic gab einen kurzen Lagebericht aus Berlin. Im Zentrum des Interesses stand vor allem auch der Austausch mit Dr. Murschel über die aktuellen Themen in Stuttgart und die Aufnahme der Regierungsarbeit. Dr. Murschel betreut Pforzheim und den Enzkreis als Grüner Landtagsabgeordneter mit, denn die Region stellt keinen Abgeordneten der Regierungsfraktionen. Dr. Murschel steht allen Bürgern, Interessengruppen, kommunalen Amtsträgern und der Gemeindeverwaltung als Ansprechpartner zur Verfügung. Den Bürgermeistern des Enzkreises und seinem Landrat wurde dieses Angebot bereits übermittelt. Dr. Murschel wird von der Pforzheimer Grünen Kreisverbandsvorsitzenden Uta Golderer unterstützt, die ab sofort sein Abgeordnetenbüro mit betreut. In Stuttgart sind beide tel. unter 0711 / 2063-628 und per Email unter bernd.murschel@gruene.landtag-bw.de zu erreichen.
Selbstverständlich steht auch der GRÜNE Ortsverband in Remchingen gerne für politische Anfragen aller Art und zur Kontaktaufnahme zur Verfügung!

Informationen zu Dr.Murschel: http://www.murschel.de/landtagsweb/PERSON.HTM. Auf seiner Web-Seite http://www.murschel.de/landtagsweb/index.htm finden Sie weitere Informationen.

07.05.11

Ja zu Grün-Rot!

Auf der Landesdelegierten-Konferenz am Samstag, den 07.05.2011 haben die Grünen in Stuttgart einstimmig für den grün-roten Koalitionsvertrag gestimmt. Fünf der Delegierten stellte der grüne Kreisverband Pforzheim/Enzkreis. 

 
Winfried Kretschmann kündigte einen neuen Politikstil an: „Der Politikwechsel soll nicht nur Angelegenheit der Regierung sein. Wir brauchen die Hilfe und Unterstützungen aller Bürgerinnen und Bürger. Wir wollen und begrüßen ihre Einmischung.“ Bei konsequenter Energiewende soll der Wirtschaftsstandort zur Modellregion nachhaltigen Wirtschaftens werden: „Wer, wenn nicht wir, welche Region, wenn nicht Baden-Württemberg, kann zum Musterland für das produktive Zusammenspiel von Ökologie und Ökonomie werden.“

Der designierte Minister für den ländlichen Raum Alex Bonde betonte, „wir wollen die Stärke des ländlichen Raums vorantreiben und zeigen: Grüne Politik ist gut – gerade auch für den ländlichen Raum.“ Hier wird der demographische Wandel als eine zentrale Herausforderung gesehen. Es gilt ihn aktiv zu gestalten - von der Gesundheitsversorgung über einen guten öffentlichen Personenverkehr bis zur schulischen und frühkindlichen Versorgung.

Der baden-württembergische Bundesvorsitzende von Bündnis 90 / DIE GRÜNEN Cem Özdemir ließ keinen Zweifel: „Natürlich wird Deutschland mit großem Interesse nach Baden-Württemberg schauen. Mit Winfried Kretschmann kehrt Zuverlässigkeit, Besonnenheit und Vernunft ein. Einen besseren Landesvater kann es nicht geben.“

27.03.11

 Politikwechsel geschafft!

Das schier Unmögliche ist eingetreten. Baden-Württemberg bekommt nach fast 60 Jahren eine neue Landesregierung unter der Führung von Bündnis 90/ Die Grünen!
Dafür gilt Ihnen, unseren Wählerinnen und Wählern, ein überaus herzliches Dankeschön.
Auch hier in Remchingen hat sich unser Ergebnis mehr als verdoppelt. Das gibt uns Schwung und ist Ansporn zugleich unsere gerade wieder aufgenommenen Aktivitäten als Ortsverband mit aller Kraft und Kreativität fortzuführen.
Wir freuen uns daher schon auf die kommenden Aufgaben bei der Umsetzung des neuen GRÜNEN Baden-Württembergs auch hier in unserer Gemeinde.

Auf der Wahlparty mit Arno Schütterle

19.03.11

Infostand zur Landtagswahl

Am Samstag, den 19.03. waren wir zum ersten Mal mit einem Infostand in Remchingen vertreten. Vor dem Edeka-Markt in der Raiffeisenstr. bauten wir uns zwischen dem Einkaufswagendepot und dem Eingang so auf, daß kaum jemand ohne Ansprache an uns vorbeikam. So kam es auch gleich zu ein paar interessanten Gesprächen, die doch zu einem Großteil positiver Natur waren. Am Nachmittag wurden wir noch von unserem Landtagskandidaten Arno Schütterle verstärkt, der uns auch mit Tipps zur Flyer-Verteilung versorgte und tatkräftig mit half. Ein Renner waren unsere GRÜNEN Einkaufswagen-Chips, die von fast allen Angesprochenen gerne genommen wurden. Oft konnte dadurch auch ein Gespräch begonnen werden. Heißestes Thema war dabei der Atomausstieg. Es fehlten den Leuten oft Informationen über einen Wechsel zu einem Atomstrom freien Anbieter, die wir gerne geboten haben.

Unser Infostand mit v.l. Ulrich Metzger-Pegau und Dieter Braun.


12.03.11

Teilnahme an der Anti-Atomkraft-Menschenkette

Am Samstag, den 12.3. nahmen der GRÜNE Ortsverband und weitere engagierte Remchinger Bürger an der Anti-Atomkraft Menschen-Kette zwischen Neckarwestheim und Stuttgart teil. Auf der 45 km langen Strecke zwischen dem Standort des Atomkraftwerks Neckarwestheim I und dem Regierungssitz der Landesregierung bildeten wir am Ortsausgang von Bietigheim ein Glied dieser Kette.



Zusammen mit insgesamt rund 60 000 Menschen brachten wir damit unsere tiefe Besorgnis gegenüber dieser unbeherrschbaren, hochgefährlichen Technologie zum Ausdruck, die durch die Ereignisse in Japan ungewollt ein zusätzliches Gewicht verliehen bekam.

Wir hoffen sehr, dass nun ein Umdenken stattfindet, auch in der für uns verantwortlichen Landes- und Bundesregierung! Einem beschleunigten Ausstieg aus der Atomenergie muss ein forcierter Umstieg auf alternative, regenerative Energien folgen.

27.02.11

Filmnachmittag mit Arno Schütterle und dem preisgekrönten Dokumentarfilm „Let’s make MONEY“

Interessierte Bürger, unser GRÜNER Landtagskandidat für den Enzkreis Arno Schütterle und der Remchinger Ortsverband der GRÜNEN sahen am Sonntag, den 27.02.11 im Buchwald-Restaurant den Film „Let’s make MONEY“. Dieser preisgekrönte Dokumentarfilm von Erwin Wagenhofer schildert die weltweiten Geld- und Warenströme in der neoliberalisierten und globalisierten Finanzwirtschaft und deren Auswirkungen auf die Menschen und Gesellschaften. Der Film kommt dabei ohne anklagende Statements und Verurteilungen aus. Umso beeindruckender sind die simplen, in ihrer Klarheit bestechenden, Aussagen der betroffenen und agierenden Personen. Der Film lebt von starken Bildern. Hier werden zum einen Armut, Elend und Umweltzerstörung unvorstellbaren Ausmaßes gezeigt. Auf der anderen Seite sieht man Reichtum, Verschwendung und Megafinanzprojekte in bisher unbekannter Größe, die vor allem durch geschwächte Staaten und laxe Rahmenbedingungen ermöglicht wurden.

Im Anschluss an den Film kam eine lebhafte Diskussion über Ursachen und mögliche Auswege aus der jetzigen Situation zu Stande. Arno Schütterle schilderte hierbei eindrucksvoll seine direkten Erfahrungen vor Ort als Entwicklungshelfer in Westafrika oder später als Oberbürgermeister und Hüter kommunaler Finanzen hier im Ländle. So hat es die Stadt Mühlacker unter seiner Führung erfolgreich vermieden, den Verlockungen des Verkaufs von Teilen ihrer Infrastruktur an Finanzinvestoren zu widerstehen und sieht sich heute nicht einer Finanzsituation gegenüber, wie z.B. Pforzheim.

Arno Schütterle schilderte eindrücklich, dass die GRÜNEN für Nachhaltigkeit, Wirtschaftskompetenz und eine sozialere, gerechtere Gesellschaft stehen. Wir wollen die Fehler, die durch die Deregulierung und mangelnde staatliche Kontrolle entstanden sind rückgängig machen. Wir setzen auf die Stärkung der Regionen und der Agierenden vor Ort, sei es in Burkina Faso oder in Baden-Württemberg. Das viele Geld, das in der Welt vorhanden ist, muss sinnvoll gelenkt und für Investitionen zum Wohle von Menschen, Umwelt und Natur genutzt werden. Wir stehen für die Bekämpfung der Armut durch Bildung und Chancengleichheit. Wir wollen einen starken Staat und starke Kommunen, die aus ihrer finanziellen Enge und politischen Ohnmacht befreit werden.
Ein gesicherter Wohlstand darf nicht nur ein Privileg einiger Weniger sein und er lässt sich auch nicht nur in Geld und Besitz messen. Es ist unsere Verpflichtung gegenüber unseren Mitmenschen in der Welt und gegenüber unseren Kindern die Chancen auch auf einen künftigen „sozialen“ Wohlstand zu wahren und die Schere zwischen Arm und Reich wieder enger zu schließen.